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Verkehrsforum der GdP-Nordrhein-Westfalen:

Überholverbot für LKW auf zweispurigen Autobahnen gefordert

Düsseldorf.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW, Frank Richter, hat auf dem heutigen Verkehrsforum seiner Gewerkschaft die Einführung eines Überholverbots für LKW auf zweispurigen Autobahnen gefordert. „LKW sind in jeden fünften Unfall auf Autobahnen verwickelt. Häufig sind riskante Überholmanöver die Unfallursache“, erklärte Richter. Ein generelles Überholverbot für LKW sei deshalb „zumindest in den Bereichen, die sich in der Vergangenheit als Unfallschwerpunkte herausgebildet haben, überfällig.“

Außerdem fordert die GdP, dass LKW technisch in der Lage sein müssen, auch in beladenem Zustand 80 km/h schnell zu fahren, wenn sie die Autobahn benutzen wollen. Durch die Heraufsetzung der bisherigen Mindestgeschwindigkeit von 60 auf 80 km/h will die GdP Elefantenrennen auf den Autobahnabschnitten verhindern, auf denen das Überholverbot von LKW nicht gilt. „Eine höhere Mindestgeschwindigkeit würde die Staugefahr erheblich verringern, der Verkehr auf den Autobahnen würde flüssiger werden“, erklärte Richter.

Notwendig sei zudem der Einbau von Abstandswarn-, Notbrems- und Spurhaltesystemen in alle LKW. „Die Zahl der durch LKW getöteten Verkehrsteilnehmer könnte dadurch deutlich reduziert werden“, erklärte Richter. „Die Technik ist längst vorhanden. Es ist nur eine Frage der Kosten und des politischen Willens“, ergänzt der GdP-Vorsitzende. „Aber warum sollte das, was beim Einbau von Geräten zur Maut-Erfassung möglich war, nicht auch zur Verhinderung von Unfällen mit vielen Toten und tausenden Verletzten möglich sein?“

Weitere Themen des eintägigen Verkehrsforums der GdP sind das Zusammenwirken präventiver und repressiver Formen der Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei, die Bekämpfung des Sekundenschlafs im Straßenverkehr und die Ausrüstung der Polizeibeamten im Verkehrsbereich.
Foto tommyS - pixelio