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Europäische Polizeigewerkschaften schließen sich in EuroCOP zusammen

Roskilde/Berlin.

„Polizei ist längst nicht mehr nur eine nationale Angelegenheit, die europäische Dimension wird immer wichtiger,“ erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, zur heutigen Gründung von EuroCOP, dem neuen Dachverband europäischer Polizeigewerkschaften.

Die Delegierten von Polizeigewerkschaften von Island bis Italien hatten auf dem Kongress in der Nähe von Kopenhagen die Ausweitung des bisherigen Dachverbandes „Union Internationale des Syndicats de Police (UISP)“ beschlossen, um weitere Berufsorganisationen der Polizei, insbesondere aus Großbritannien, aufnehmen zu können. Die neue Organisation „European Confederation of Police (EuroCOP)“ umfasst 25 Polizeigewerkschaften mit über 500.000 Mitgliedern.

„Polizeiliche Themen von EUROPOL bis hin zu den Plänen für eine Europäische Grenzpolizei sind viel zu wichtig, um sie alleine den Politikern zu überlassen,“ erläuterte der GdP-Vorsitzende. Bislang komme die gewerkschaftliche Beteiligung auf europäischer Ebene eindeutig zu kurz. Weder beim EU-Parlament noch bei Kommission oder Rat gelte, was auf nationaler Ebene in den meisten europäischen Staaten selbstverständlich sei.

Die Bildung von EuroCOP, so Freiberg, ist auch im Hinblick auf die EU-Erweiterung notwendig geworden. „Wir erwarten, dass die Existenz von Polizeigewerkschaften in den Beitrittsländern selbstverständlich ist, weil Arbeitnehmerrechte unverzichtbar zur Bildung eines Raumes der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts gehören, wie es der EU-Vertrag vorschreibt.“ Polizeigewerkschaften der Beitrittsländer sollen also Mitglied von EuroCOP werden können.

Präsident von EuroCOP bleibt der ehemalige GdP-Vorsitzende Hermann Lutz. Zu den vier Vize-Präsidenten zählt der stellvertretende GdP-Vorsitzende Heinz Kiefer. Die GdP ist die größte Mitgliedsorganisation von EuroCOP. Der Dachverband hat seinen Sitz in Luxemburg.