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Bush-Besuch in Berlin

Polizei meistert eine der schwersten Einsatzlagen der letzten Jahre erfolgreich

Berlin/Hilden.

"Mit ihrem engagierten Einsatz und konsequenten Verhalten gegenüber Randalierern und Straftätern haben die Polizeibeamtinnen und -beamten eine der schwierigsten polizeilichen Lagen der letzten Jahre erfolgreich bewältigt," bilanziert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, den am Donnerstagnachmittag zu Ende gegangenen Besuch des amerikanischen Präsidenten in Berlin.

Freiberg: "Die rund 10.000 Polizeibeamtinnen und -beamten aus Berlin und dem ganzen Bundesgebiet haben den Schutz des Staatsgastes gewährleistet, die Sicherheit der Stadt garantiert und friedliche Demonstrationen ermöglicht. Das war eine hervorragende Arbeit auch der Einsatzleitung der Berliner Polizei und wiederum ein Beweis dafür, was die deutsche Polizei zu leisten im Stande ist, wenn sie ohne politische Vorgaben, aber mit politischem Rückhalt ihre Arbeit machen kann."

Allerdings habe der Großeinsatz nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei aller Welt vor Augen geführt, mit welch veralteter und lückenhafter Ausstattung ausgerechnet die Polizei der Bundeshauptstadt Berlin ihre ständig wachsenden Aufgaben meistern muss. Freiberg: "Das fängt bei den Fahrzeugen an, geht über die Unterbringung der Kolleginnen und Kollegen bis hin zu den Arbeitsbedingungen in einer Leitstelle, in denen die größten Einsätze des Landes koordiniert werden müssen. Das sind keine guten Visitenkarten."

Es sei ein Hohn, so der GdP-Vorsitzende weiter, dass zum gleichen Zeitpunkt, zu dem tausende Berliner Polizistinnen und Polizisten für das Ansehen der Bundesrepublik ihre Köpfe hinhalten, die Gewerkschaft der Polizei gegen weitere Kürzungspläne des Berliner Senats kämpfen müsse.