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GdP: BKA-Chef Dr. Ulrich Kersten hat Vertrauen der Mitarbeiter verspielt

Berlin.

„Der Chef des Bundeskriminalamtes, Dr. Ulrich Kersten, hat das Vertrauen seiner Mitarbeiter verspielt. Bundesinnenminister Schily muss jetzt prüfen, wie nach einer solchen Krise diese wichtige Sicherheitsbehörde reibungslos weiter arbeiten kann.“ Mit diesen Worten kommentierte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, die zum Teil turbulenten Personalversammlungen an den BKA-Standorten Meckenheim und Wiesbaden, auf denen sich der Bundesinnenminister der fachlichen Kritik der Mitarbeiter an den überraschenden Umzugsplänen des Amtes nach Berlin stellen musste.

Dabei wurden auch Rücktrittsforderungen an BKA-Chef Dr. Ulrich Kersten und seine Stellvertreter laut. Der Vorsitzende der GdP im BKA, Winfried Wahlig: „Wir werfen Dr. Kersten vor, die Umzugspläne ohne Einbeziehung der Personalvertretungen und Abteilungsleiter entwickelt und präsentiert zu haben. Das ist ein absoluter Vertrauensbruch. Für die Mitarbeiter kamen die Umzugspläne völlig unerwartet. So sind bis Dezember noch zahlreiche Kollegen nach Meckenheim versetzt worden, wo sie sich Eigentum angeschafft haben. So geht man nicht mit seinen Mitarbeitern um.“

Die Proteste der BKA-Beschäftigten und der Gewerkschaft der Polizei gegen den Mammut-Umzug der Behörde nach Berlin zeigen erste Erfolge: Bundesinnenminister Otto Schily sagte eine "ergebnisoffene Prüfung" der umstrittenen Umzugspläne zu.