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Fußball-Europameisterschaft GdP-Vize zu Gast bei „tagesschau24“. Radek: Wir wünschen uns ein friedliches Fußballfest

Berlin. Die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich ist gestartet, und die Fans fiebern den Spielen ihrer Nationalteams entgegen. In Deutschland werden wieder zehntausende Menschen bei sogenannten Public-Viewing-Veranstaltungen das Gemeinschaftserlebnis Fußball feiern und zu den seit Jahren beliebten Fanmeilen und -festen pilgern. Für die Sicherheitsbehörden stellen diese Menschenansammlungen eine große Herausforderung dar – vor allem nach den Terroranschlägen […]

2016_06-Radek_tagesschau24_webBerlin. Die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich ist gestartet, und die Fans fiebern den Spielen ihrer Nationalteams entgegen. In Deutschland werden wieder zehntausende Menschen bei sogenannten Public-Viewing-Veranstaltungen das Gemeinschaftserlebnis Fußball feiern und zu den seit Jahren beliebten Fanmeilen und -festen pilgern. Für die Sicherheitsbehörden stellen diese Menschenansammlungen eine große Herausforderung dar – vor allem nach den Terroranschlägen in Paris und Brüssel sowie angesichts kürzlich erfolgter Festnahmen mutmaßlicher Attentäter. Wie hoch das Risiko hierzulande ist, dass solche Orte Ziel eines terroristischen Angriffs werden könnten, und was Polizei und alle anderen beteiligten Behörden schon im Vorfeld präventiv getan haben und während des Turniers noch tun werden, fragte der ARD-Nachrichtenkanal „tagesschau24“ am Freitag wenige Stunden vor dem Eröffnungsspiel den stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Jörg Radek bei einer Live-Schaltung aus dem ARD-Hauptstadtstudio in Berlin. Die Polizei habe bereits im Vorfeld viel getan, um einen größtmöglichen Schutz der Fußballfans in Deutschland, aber natürlich auch in Frankreich, zu gewährleisten, sagte der GdP-Vize. Radek betonte, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gegen zu allem entschlossene Täter gebe. Neben offener Präsenz würden jedoch auch verdeckte Maßnahmen gefahren, um potenzielle Täter rechtzeitig heraus zu filtern.
Die Public-Viewing-Bereiche hierzulande würden von privaten Sicherheitsleuten kontrolliert, erläuterte er. Die Polizei habe jedoch die berechtigte Erwartung, dass dort jeweils sehr genau kontrolliert werde, wen man hereinlasse, und was derjenige mitführe. Im Umfeld der Fanmeilen oder Fanfeste werde die Polizei weiträumig für Sicherheit sorgen. Erfahrungswerte vergangener Großveranstaltungen rund um attraktive Sportevents spielten überdies eine wichtige Rolle. Zudem würden polizeiliche Einsatzkräfte an lokalen Schlüsselpunkten vorgehalten, um im Fall einer eskalierenden Lage eingreifen zu können.

Die Zusammenarbeit mit den französischen Behörden und Kollegen bezeichnete Radek als gut. Schließlich verfügten beide Seiten über jahrelange enge Kontakte, nicht zuletzt dank der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Eine bemerkenswerte Lehre daraus sei beispielsweise die Einladung und Entsendung von Verbindungsbeamten. Ausländische Fans im Veranstalterland würden beispielsweise bei verlorenen Ausweispapieren kompetente, muttersprachliche Ansprechpartner aus ihrem Heimatland vorfinden.

Zur Zusammenarbeit gehöre auch, dass Daten über bekannte Sport-Gewalttäter grenzüberschreitend ausgetauscht würden. Die deutsche Polizei habe sich aber schon im Vorfeld der EM intensiv bemüht, polizeibekannten Hooligans unmissverständlich zu verdeutlichen, dass die Polizei sie „auf dem Schirm“ habe. Das hätte bereits mit der Ticketvergabe begonnen, setze sich über sogenannte Gefährderansprachen und weitere polizeiliche Maßnahmen wie Meldeauflagen fort und schlösse auch aufmerksame Grenzkontrollen mit ein. Ein wichtiges Ziel sei und bleibe es, Fußball-Störer von dem Turnier fern zu halten.

GdP-Vize Radek wünschte im Namen der Gewerkschaft der Polizei dem deutschen Nationalteam einen erfolgreichen Turnierverlauf und den Fans in Frankreich, in Deutschland und ganz Europa ein sicheres und friedliches Fußballfest.

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