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Freilassung von Schwerstkriminellen kommt Bruch des Rechtsfriedens nahe

Berlin/Hilden.

Als "entsetzlich" hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, die Freilassung von drei des Mordes beschuldigten Schwerkriminellen durch das Oberlandesgericht Hamm bezeichnet.

Freiberg: "Auch wenn die Staatsanwaltschaft nach Auffassung der Richter nicht in der vorgeschriebenen Frist ermittelt hat, kommt Freilassung aus der Untersuchungshaft einem Bruch des Rechtsfriedens nahe. Das versteht kein Bürger mehr."

Seit langem beklagt die Gewerkschaft der Polizei, dass durch die Überlastung von Gerichten und Staatsanwaltschaften immer mehr Haftbefehle gegen Schwerstkriminelle, die in U-Haft sitzen, aufgehoben werden, obwohl nach wie vor die Haftgründe gültig sind. Rauschgiftgroßhändler, Geldwäscher, Vergewaltiger bis hin zum Mordverdächtigen, nach denen die Polizei aufwändig und oft unter Einsatz von Leben und Gesundheit gesucht hat, gelangen so wieder auf freien Fuß.

Freiberg: "Wir fordern seit langem vom Gesetzgeber, die Frist der möglichen U-Haft zu verlängern. Es ist ein Skandal, dass Schwerstkriminelle wieder auf die Menschheit losgelassen werden."