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Verkehrspolitisches Forum der GdP in Potsdam

Experten und Polizisten diskutieren neue Methoden der Unfallvermeidung

Berlin.

Fahrerassistenzsysteme, die aktiv und vom Fahrer nicht beeinflussbar dann in das Fahrverhalten eingreifen, wenn sich eine unfallträchtige Verkehrssituation anbahnt, sind das Thema des „Verkehrspolitischen Forums“, das die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am 3. Dezember 2003 in Potsdam im Kongresszentrum Am Templiner See veranstaltet.

Zahlreiche Verkehrsexperten aus Politik, Industrie und Automobilclubs sowie rund 100 Verkehrspolizisten aus ganz Deutschland werden in der brandenburgischen Hauptstadt erwartet.

Immer größere Herausforderungen, so Frank Richter, für Verkehrspolitik zuständiges Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand der GdP, halte der moderne Straßenverkehr für die Millionen motorisierter Verkehrsteilnehmer – vor allem PKW-Fahrer – bereit. Passiv wirkende Techniken wie Brems- und Lenkhilfen hätten die Gefahren, einen Verkehrsunfall zu erleiden, zwar reduziert, doch hielten viele Autofahrer Fahrerassistenzsysteme, wie sie in der modernen Verkehrstechnik mittlerweile zum unverzichtbaren Bestandteil bei Flugzeugen, Schiffen und Bahnen geworden sind, für eher exotisch.

Frank Richter: „In der öffentlichen Diskussion gilt es als verpönt, Technik so einzusetzen, dass sie notfalls auch gegen den Willen des Fahrers wirkt, selbst dann, wenn dadurch Unfälle verhindert werden können. Allerdings wird nach schweren Unfällen, wie zum Beispiel durch Übermüdung des Fahrers verursachte Busunfälle, der Ruf nach verbesserter technischer Sicherung immer lauter. Für die GdP, deren Mitglieder wie sonst keine andere Berufsgruppe Verkehrssicherheit produzieren, liegt es daher nahe, Fahrerassistenzsysteme im Individual-Straßenverkehrsbereich zu thematisieren.“