Zum Inhalt wechseln

G8-Gipfel in Genua

Den Polit-Hooligans nicht das Feld überlassen

Hilden.

Es sei erschreckend, so Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), dass im Vorfeld politischer Gipfelgespräche weniger die politischen Themen im Vordergrund stünden, als vielmehr die zu befürchtenden gewalttätigen Ausschreitungen von Gipfelrandalierern. Man dürfe den Polit-Hooligans nicht das Feld überlassen.

"Krawalltouristen dürfen von den reiserechtlichen Errungenschaften der Europäischen Union nicht profitieren. Wer nur die Absicht hat, im Ausland mit brachialer Gewalt und radikaler Brutalität politische Gespräche zu verhindern, muss zu Hause bleiben", sagte Freiberg. Der GdP-Vorsitzende begrüßte die von Bundesinnenminister Otto Schily angeordnete Öffnung der BKA-Straftäterdatei "Landfriedensbruch" für die Kräfte des Bundesgrenzschutz und die Landeskriminalämter. Auch die Zusammenarbeit mit der italienischen Polizei sei beispielhaft. Deutschland diene aber als Transitland für reisende Gewalttäter aus umliegenden Staaten, daher müsse die internationale Zusammenarbeit weitmöglichst vertieft werden. Dies hätten die Krawalle in Göteborg gezeigt.

Schon bei der letzten Fußball-Europameisterschaft in den Niederlanden und Belgien hatten sich verschärfte Grenzkontrollen, pass- und melderechtliche Beschränkungen und von der Polizei geführte so genannte Gefährdeansprachen für gewaltbereite Fußballanhänger als sehr erfolgreich erwiesen. Freiberg: "Diese Hooligans haben ihr Ziel - in jeder Hinsicht - nicht erreicht. Dies muss uns auch bei den Polit-Hooligans gelingen."