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GdP NRW: NRW-Modell hat Vorbildcharakter

Duisburg.

„Bei der Ausbildung von Polizisten hat das NRW-Modell Vorbildcharakter für andere Länder“, darauf hat der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Peter Hugo heute in Duisburg am Rande der zentralen Graduiertenfeier für die Kommissaranwärterinnen und -anwärter hingewiesen, die ihre dreijährige Ausbildung als Polizisten erfolgreich beendet haben. „Die enge Verzahnung von Vermittlung des polizeilichen Fachwissens durch die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, von Trainingsphasen am LAFP und von Praktika in den Polizeibehörden hat sich bewährt“, betonte der stellvertretende Landesvorsitzende der GdP. Kleinere Geburtsfehler des vor vier Jahren eingeführten Bachelor-Studiengangs wie die unüberschaubare Zahl von Einzelprüfungen seien inzwischen korrigiert worden. Handlungsbedarf sieht die GdP allerdings bei der Zahl der Neueinstellungen. „Wir müssen in den nächsten Jahren mehr Nachwuchspolizisten ausbilden, wenn wir in Zukunft auf der Straße präsent sein wollen“, sagte Hugo.

Weil bis Ende dieses Jahrzehnts die Zahl der Polizisten, die altersbedingt aus dem Dienst ausscheiden, auf über 2000 pro Jahr steigt, muss auch die Zahl der Neueinstellungen steigen, auf 1700 ab dem kommenden Jahr. Hinzu kommt, dass der Polizeiberuf auch bei Frauen immer beliebter wird. „Deshalb müssen wir bei der Personalplanung die Ausfallzeiten für Familienphasen berücksichtigen. Wie in jedem anderen Beruf auch“, sagte Hugo. „Das Geld dazu ist da, weil mit dem Ausscheiden der älteren Polizisten deren Personalkosten wegfallen.“