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GdP-Berlin: Verhandlungen verliefen enttäuschend

Berlin.

Führerscheinstelle und Zulassungsstellen im Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) nur noch bedingt arbeitsfähig – keine Bewegung in den festgefahrenen Tarifverhandlungen – Streiks werden weiter ausgedehnt

Als enttäuschend bezeichnete der Landesbezirksvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Eberhard Schönberg die gestrige Verhandlungsrunde bei Innensenator Dr. Körting.

“Die Verhandlungen sind festgefahren, und der Wille zu einer Einigung von Seiten der Arbeitgeber ist nicht wirklich erkennbar. Wir haben uns daher entschlossen, den Druck weiter zu erhöhen und werden ab Donnerstag, den 03.07.2008 die Abteilung II (u. a. Meldewesen, Pass- und Ausweiswesen, Auslandseinladungen/Verpflichtungserklärungen etc.) und ab Montag, den 07.07.2008 den gesamten Bereich des LABO in den Streik führen.

Die Streikenden werden täglich zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr auf dem Platz vor dem Berliner Rathaus Ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen Tarifpolitik des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit zum Ausdruck bringen. Wie lange die Aktion „Stiller Protest“ wirklich still bleibt und nicht in einen lautstarken Protest umschwenkt, vermag ich nicht einzuschätzen. Die Kolleginnen und Kollegen sind jedenfalls extrem sauer“, so Eberhard Schönberg abschließend.

Am morgigen Donnerstag ab ca. 10:00 Uhr vor dem „Roten Rathaus“ wird der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg Dieter Scholz seine Solidarität mit einer kurzen Rede an die 800 Streikenden dokumentieren. Dieter Scholz und Eberhard Schönberg stehen für Interviews zur Verfügung.

"GdP klagt: Berliner Polizisten waren noch nie so fertig" (Bild-Zeitung“ am 02.07.2008)

"Berlins Bereitschaftspolizei droht der Kollaps" (Berliner Morgenpost am 3. Juli 2008 07:17 - Von Michael Behrendt)