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Sitzung in Kassel

GdP- Bundesvorstand stellt Weichen für Betreuungskonzept zur WM 2006

Berlin.

Bald erfolgt der erste Anstoß der deutschen Nationalmannschaft bei den Fußball-Europameisterschaften in Portugal. Unter den Teilnehmern der zweitägigen Bundesvorstandssitzung in Kassel vom 2. bis 3. Juni 2004 herrschte keine einhellige Meinung über die Siegchancen von Rudi Völlers Truppe. Sicher dagegen ist, dass die GdP zur WM 2006 ein gewerkschaftliches Betreuungskonzept für die Einsatzkräfte auf die Beine stellen wird. Unter dem Motto "GdP: Mit Sicherheit am Ball" stellten die GdP-Vertreter aus Bund und Ländern einmütig die Weichen.

Orientieren, so Jörg Radek, Leiter der AG WM 2006 und Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand der GdP, wolle man sich an den von den Einsatzkräften mit großer Zustimmung angenommenen Betreuungsmaßnahmen bei Castor-Einsätzen der letzten Jahre, zur EXPO 2000 und dem Weltwirtschaftsgipfel 1999 in Köln.

Grundsätzliche Überlegungen und erste Ideen fanden großen Anklang unter den Sitzungsteilnehmern. Die AG, so Radek, sei bereits über die Findungsphase hinaus und habe Gespräche mit polizeilichen WM-Verantwortlichen auf Bund- und Länder-Ebene geführt. Es werde der wahrscheinlich größte Polizeieinsatz in der Geschichte Deutschlands, was sich auch in der Arbeit der AG widerspiegeln werde, sagte Radek und warb bei den Vorständen mit Erfolg um ein gemeinsames und geschlossenes Vorgehen beim GdP-Betreuungskonzept.

Der GdP-Einladung gerne gefolgt war Bernd Manthey, Vorsitzender des für die WM 2006 gebildeten Bund-Länder-Ausschusses. Manthey, Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder im Berliner Bundesministerium des Innern, verwies in seinem Vortrag auf die Sicherheitsgarantien der Bundesregierung an den internationalen Fußballverband FIFA. Mit eindrucksvollen Zahlen untermauerte er die Dimension des Einsatzes. So würden über drei Millionen Besucher erwartet, rund 15.000 Journalisten würden über das zweitgrößte Sportereignis der Welt nach den Olympischen Spielen berichten.


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 Jörg Radek während seines Vortrages bei der GdP-Bundesvorstands-sitzung am 2. Juni 2004 in Kassel.
Fotos (2): Holecek
 Bernd Manthey, Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder und Vorsitzender des Bund-Länder-Ausschusses zur WM 2006.
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Der oberste Bereitschaftspolizist Deutschlands machte deutlich, dass sich die Fußball-WM nicht nur in den 12 Spielorten in neun Bundesländern abspiele, sondern ein nationales Ereignis werde. Das Aufstellen von Großleinwänden, WM-Partys und ähnliche Events in vom Spielbetrieb unberührten Orten mache ein polizeiliches Konzept dort ebenso notwendig wie in den WM-Stadien und -Städten. Erschwert werde die konzeptionelle Lage-Koordination allerdings durch die späte Auslosung der Teilnehmer-Gruppen im Winter 2005. Erst danach werde man einschätzen können, ob sich durch spezielle Spielansetzungen erhöhte Gefährdungslagen ergäben.