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Ausgabe Dezember 2016

Was haben die jährlich organisierten 10.000 Volksfeste und die jetzt wieder überall anzutreffenden 1.500 Weihnachtsmärkte in Deutschland mit der Bereitschaftspolizei zu tun? Ebenso so viel wie die Suche nach Vermissten oder Beweisen in Wäldern, Seen, Flüssen oder Häusern. Bei all diesen Anlässen geht es in Terrorzeiten um höchste Sicherheit, ist also Manpower, Professionalität und Hingabe gefragt. Das bedeutet für die 16.000 Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizeien (BePo) hierzulande, sie werden zur Unterstützung angefordert.

Überstundenberge, veraltete Technik und Ausstattung, zu wenig Personal

Von den unzähligen Demonstrationen, Fußballeinsätzen, Terrorlagen und Politikergipfeln alljährlich mal ganz abgesehen. Die Belastungszeiten für die BePo von Bund und Ländern seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, konstatiert der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow auf dem GdP-Symposium „Bereitschaftspolizei – Der Pfeiler im sicherheitspolitischen Gesamtgefüge“ Anfang November in Kassel. Die Auftragsbücher der Polizei sind „übervoll!“, betont Clemens Murr, zuständig für die Geschlossenen Einheiten im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand.

Überstundenberge, veraltete Technik und Ausstattung, zu wenig Personal: Das sei eine wenig erfreuliche Bestandsaufnahme der Arbeitsbedingungen der BePo zwischen Flensburg und Alpen, sagt Malchow zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung vor den rund 100 Bereitschaftspolizei-Experten der Gewerkschaft. „Angesichts des seit der Jahrtausendwende betriebenen teils massiven Personalabbaus bei den Länderpolizeien werden die Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizei immer öfter als Lückenfüller bei Großlagen wie Demonstrationen und Veranstaltungen missbraucht“, kritisiert der GdP-Chef. Er fordert ein „klares Bekenntnis der gesamten Politik zu unseren Bereitschaftspolizisten in den Geschlossenen Einheiten“.

„Die vorhandenen Einsatzkräfte kommen an vielen Tagen im Jahr kaum noch aus den Stiefeln. Zudem müssen die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten immer mehr Gewalt und Aggressivität erleben. Trotz alledem sind die Einheiten der Bereitschaftspolizei in Zeiten der sogenannten Wutbürger hoch motiviert und einsatzbereit“, betont Malchow.

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