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Interpol: Informationen erreichen Mitgliedsstaaten in Sekundenschnelle

Berlin.

Als einen „Global Player der internationalen Sicherheitspolitik“ hat Bundesinnenminister Otto Schily anlässlich der Eröffnung ihrer 74. Generalversammlung in Berlin, die „Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation“ IKPO-Interpol bezeichnet.

 



Interpolpräsident Jackie Seleb (v.l.) während der Eröffnungszeremonie der 74. Interpol-Generalversammlung. Weiter auf dem Bild: BKA-Präsident Jörg Ziercke, Bundesinnenminister Otto Schily und Interpol-Generalsekretär Ronald K. Noble.
(Foto: Interpol)
600 Delegierte aus 154 Staaten beraten bis Donnerstag, 22. September 2005, in der Bundeshauptstadt unter dem Thema „Interpol and its National Central Bureaus working together to fight international crime“, Kinderpornographie, Geldwäsche, Waffenschmuggel, Cyber Crime und Terrorismus – Kriminalitätsbereiche, die, so BKA-Präsident Jörg Ziercke, ..“unsere Staaten und unsere Kulturen im Kern betreffen und unsere Wehrhaftigkeit aufs Äußerste fordern.“

Interpol wurde 1923 gegründet und bildet den ältesten multilateralen Kooperationsrahmen für grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit.
Hauptaufgabe von Interpol ist sicherzustellen, dass allgemeinpolizeiliche und fallbezogene Erkenntnisse weltweit schnell und sicher
 
ausgetauscht werden können. Durch das neue internetbasierte „Interpol Global Communication System 24/7“ können heute über 90 Prozent der Interpol-Mitgliedstaaten in Bruchteilen von Sekunden mit Anfragen, polizeilichen Erkenntnissen und internationalen Fahndungsersuchen erreicht werden.

Pornographie-Opfer identifiziert

Unmittelbar nach der Tsunami-Katastrophe entsandte Interpol „Incident Response Teams“, die die Arbeit der Indetifizierungsteams aus über zwanzig verschiedenen Interpol-Mitgliedstaaten koordinierten und unterstützen.

Auch im Kampf gegen die Verbreitung von Kinderpornographie im Internet vermeldet Interpol Erfolge. So konnten mehrere Hunderttausend Kinder auf pornographischen Fotos identifiziert und viele dieser Opfer aus den Händen der Täter befreit werden.

Kampf gegen den internationalen Terrorismus

Ein gutes Beispiel für das enge Zusammenwirken von Interpol und Vereinten Nationen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus zitierte Bundesinnenminister Schily die Resolution 1617 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen von Ende Juli dieses Jahres. Sie benenne ausdrücklich die gemeinsamen Maßnahmen von Interpol und des Sicherheitsrates zur Eindämmung der Bewegungs- und Finanzströme von Al Qaida und der Taliban und rufe die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen dazu auf, die Kommunikations- und Informationssysteme von Interpol zu nutzen, um die Reiseverbote, Waffenembargos und das Einfrieren terroristischer Finanzquellen durchzusetzen.

Zu Interpol im Internet.