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Bluttat in Lörrach:

Freiberg: Beherztes Eingreifen der Polizei verhindert weitere Opfer

Lörrach/Berlin.

„Das schnelle und beherzte Eingreifen der baden-württembergischen Polizei in einer unübersichtlichen und chaotischen Situation hat möglicherweise weitere Opfer verhindert. Damit hat sich das Einsatzkonzept in Amoklagen erneut bewährt“, kommentiert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg den Ausgang der Tragödie in Lörrach. „Die Polizei verhinderte weiteres Blutvergießen unter Einsatz von Leib und Leben. Ich wünsche dem verletzten Kollegen ebenso wie den verletzten Bürgern gute Besserung. Unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen der Toten.“

Nach Auffassung des GdP-Vorsitzenden wird die Tatsache, dass die Täterin eine Schusswaffe benutzt hat, erneut die Diskussion um den privaten Waffenbesitz entfachen. Freiberg erinnerte daran, dass das nach den erschütternden Schulmorden von Winnenden verschärfte Waffenrecht immer noch durch ein massives Vollzugsdefizit ausgebremst werde. Er erneuerte die Forderung seiner Organisation, ausreichend Personal für die seit der Gesetzesnovelle erlaubten verdachtsunabhängigen Kontrollen von Waffenbesitzern bereitzustellen, um eine konsequente Kontrolle der sicheren Unterbringung von Waffen zu gewährleisten.

Auch bei der Erteilung von Erlaubnissen zum Führen einer Waffe müssten, so Freiberg, gründlichere Eignungsprüfungen möglich sein.

Freiberg: „Tragödien wie in Lörrach werden sich trotz einer effizienten Polizei und ausreichender Gesetzgebung leider nicht verhindern lassen. Und dennoch dürfen wir dieses Ziel nicht aufgeben.“
 
 
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