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Castor erreicht Niedersachsen

Witthaut: 'Castor-Schottern' könnte bisher weitgehend friedliche Stimmung kippen lassen

Lüneburg/Berlin.

Überwiegend zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Protestaktionen und des Polizeieinsatzes zeigt sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP), nachdem in den Morgenstunden der Castorzug die niedersächsische Landesgrenze erreicht hat.

Bernhard Witthaut, stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender: „Bisher haben die Bürgerinitiativen und die überwiegende Zahl der Demonstrationsteilnehmer ihre Zusage für friedlichen Proteste im Interesse der Sache und der über 16.000 Polizisten eingehalten. Dies wünschen wir uns auch für die kommenden Stunden und Tage.“

Das sogenannte Castor-Schottern indes, so Witthaut, sei für seine Organisation keine Spaßaktion, sondern eine eindeutige Straftat: „Die Polizei ist aufgrund ihres Auftrages und des Strafverfolgungszwanges verpflichtet Straftaten zu unterbinden und zu verfolgen Ich habe Sorge, dass durch solche Straftaten die bisherige durchweg positiv-friedliche Stimmungslage umkippt“

Während die Veranstalter der Anti-Atomkraft-Demo am 6.11.2010 von 50.000 Teilnehmern sprachen, schätzte die Polizei deren Zahl deutlich niedriger ein. Foto: Holecek

Nur friedliche und gewaltfreie Proteste unterstützten nach Auffassung der GdP die Akzeptanz großer Bevölkerungskreise für die Ziele und Ideale der Bürgerinitiativen.