Zum Inhalt wechseln

Warnstreiks auch bei der Polizei:

GdP-Vorsitzender Witthaut: „Der Druck im Kessel steigt“

Berlin.

Eine „unerwartet hohe Beteiligung“ unter ihren Mitgliedern verzeichnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) an den Warnstreiks im öffentlichen Dienst, zu denen die GdP in dieser Woche in nahezu allen Bundesländern aufgerufen hat. GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut: „Der Druck im Kessel steigt. Die Flammen der Empörung über die ignorante Haltung der Arbeitgeber bei der ergebnislos verlaufenen zweiten Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten der Länder schlagen hoch.“

Mit den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes beteiligen sich die Polizeibeschäftigten in Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bremen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Brandenburg und Niedersachsen zu Tausenden an den Warnstreiks, die bis dritten Verhandlungsrunde am 9. März in Potsdam andauern werden.

Witthaut: „Kolleginnen und Kollegen der Polizei aus anderen Bundesländern und auch der Bundespolizei unterstützen die Warnstreiks." Überrascht zeigt sich die GdP an der großen Resonanz bei den Polizeibeamtinnen und -beamten für die Warnstreiks der Tarifbeschäftigten in der Polizei. Witthaut: „Die Kolleginnen und Kollegen, die als Beamte nicht streiken dürfen, nehmen für die Aktionen ihre Freizeit in Anspruch, weil sie wissen, dass es auch um ihre soziale Zukunft geht. Deshalb fordern wir auch die zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Tarifergebnisses, das wir erzielen wollen, für die Beamtinnen und –beamten.“

Die GdP fordert drei Prozent und 50 Euro Sockelbetrag für alle Tarifbeschäftigten. Witthaut: „Ich kann den Arbeitgebern nur dringend raten, in der nächsten Woche ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, sonst brechen die Dämme.“