Zum Inhalt wechseln

GdP zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2010:

Witthaut: Polizeilicher Kontrolldruck muss erhöht werden

Berlin.

Als „alarmierend“ bezeichnete der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, den starken Anstieg von Wohnungseinbrüchen, KFZ-Diebstahl und der Computerkriminalität anlässlich der heute in Berlin von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich vorgestellten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das 2010. Witthaut: „Das technische Know-How bestimmter Täterkreise verbessert sich offenbar rasant. Dazu gehört offensichtlich im Bereich der KFZ-Diebstähle auch eine flexible grenzüberschreitende Mobilität. Nur durch einen massiv erhöhten Kontrolldruck kann die Polizei diesen erschreckenden Trend brechen.“

Dies gelte, so Witthaut, gleichermaßen für die Landesgrenzen, Städte und Gemeinden wie den virtuellen Raum des Internet.

Der geringfügige Rückgang der Gesamtkriminalität, so der GdP-Vorsitzende, gebe keinen Anlass zur Entwarnung. Witthaut: „Statistische Zahlen und die individuelle Sicht auf den persönlichen Alltag sind zweierlei Paar Schuhe. Positive anmutende Prozent-Trends nehmen nicht die unbestimmte Furcht vor alkoholisierten, aggressiv auftretenden Mitmenschen, schockierend brutalen Gewaltattacken im öffentlichen Nahverkehr und auch nicht den Ärger über mutwillige Zerstörungen oder das hemmungslose Vermüllen öffentlicher Anlagen. Nun rückt auch noch der private Schutz- und Rückzugsbereich der eigenen vier Wände und des Computers immer stärker in den Fokus von Kriminellen.“ Die Polizeiliche Kriminalstatistik sei zwar kein Blendwerk, eine realitätsnahe Aussage über das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger könne daraus jedoch nicht getroffen werden.

Witthaut lobte das Engagement und die Professionalität der Polizistinnen und Polizisten. Trotz hoher Belastungen sei es erneut gelungen, die Quote aufgeklärter Straftaten zu verbessern.

Download: Polizeiliche Kriminalstatistik 2010 (pdf.file)
 
 
Zur Pressemeldung als pdf-File
 
.