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GdP: Polizei soll Schiffe vor Piraterie schützen

Witthaut: „Gegen Piraten sind Polizisten besser als Private“

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnt den Plan der Bundesregierung, deutsche Sicherheitsfirmen mit dem Schutz deutscher Handelsschiffe vor Piratenangriffen zu schützen, ab. GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut: „Um Piratenangriffe wirksam abwehren zu können, müssten die Sicherheitsleute über großkalibrige automatische Waffen verfügen. Wir wissen aber in der deutschen Öffentlichkeit zu wenig über diese speziellen Sicherheitsfirmen, die solche Dienstleistungen anbieten, als das wir jetzt unbesorgt die Privaten aufrüsten sollten“.

Die GdP ist überzeugt davon, dass in der Beherrschung von Schusswaffen und in der Bekämpfung von kriminellen Akten ausgebildete Polizeibeamte zum Schutz von Schiffen grundsätzlich besser geeignet sind als private Sicherheitsfirmen. Polizeibeamte handelten mit geübter Besonnenheit und nach Recht und Gesetz. Den Einsatz privater Sicherheitsleute bezeichnete Witthaut vor diesem Hintergrund als unnötiges Wagnis. „Für mich ist das nach wie vor eine hoheitliche Aufgabe,“ sagte der GdP-Vorsitzende und forderte den Gesetzgeber auf, durch eine Ergänzung und damit Klarstellung des Bundespolizeigesetzes endlich den Schutz deutscher Handelsschiffe zu einer staatlichen und somit hoheitlichen Aufgabe zu machen.

 

 
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