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GdP zu „Rundem Fußball-Tisch“

Witthaut: Gewaltspirale im Fußball gemeinsam zurückdrehen

Berlin.

Vor dem Hintergrund steigender Gewalt rund um den Fußball begrüßt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich und den Spitzen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Deutscher Fußball-Liga geplante Einrichtung einer „Task Force Sicherheit“. GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut: „Es ist gut, dass in dieser Arbeitsgruppe alle Beteiligten wieder miteinander und nicht mehr übereinander reden. Die Gewaltspirale kann nur gemeinsam und im intensiven Dialog zurückgedreht werden.“ Auch angekündigte Investitionen in präventive Maßnahmen wie die Ausstattung von Fanprojekten seien Schritte in die richtige Richtung.

Nachdem DFB, DFL und GdP bereits zu Beginn dieses Jahres mit Vertretern von Fan-Projekten und Ultra-Gruppierungen unter dem Motto „Feindbilder ins Abseits – Dialog für Sicherheit im Fußball“ den Gesprächsfaden aufgenommen hätten, sei die GdP als kräftige Stimme von 170.000 Polizeibeschäftigten auch zu intensiver Mitarbeit in der zukünftigen Task Force bereit, sagte Witthaut anlässlich des heutigen „Runden Tisches“ von Politik, Polizei und Fußball in Berlin.

Die deutliche Absage des Runden Tisches an Forderungen, Fußball-Polizeieinsätze mit Gebühren zu belegen, bezeichnete der GdP-Vorsitzende als notwendiges Signal zur Versachlichung der Gewalt-Diskussion. Witthaut: „Es ist mir schleierhaft, wie eine solche, zudem rechtlich fragwürdige Gebühr, Gewalt verhindern soll.“ Es sei überdies naiv zu glauben, dass der Finanzposten auch tatsächlich bei der Polizei ankomme. Klar sei aber, dass bei einer zusätzlichen Sicherheitsgebühr vor allem den friedlichen Fans in die Geldbörse gegriffen würde.

Witthaut lobte ausdrücklich die Bereitschaft von DFB und Ligaverband, auch künftig den 1. Mai im Profi-Fußball spielfrei zu halten. Auch die klare Absage des Fußballs an den Einsatz von Pyro-Technik in den Stadien finde die Zustimmung der GdP.