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Gewerkschaft der Polizei:

Anstieg linksextremistischer Gewalt nicht unterschätzen

Berlin.

„Die Morde und Raubüberfälle der rechts-extremistischen „Zwickauer Zelle“ stellen alles in den Schatten, was an politisch motivierter Kriminalität in den vergangenen Jahren zu verzeichnen war. Aber auch der sprunghafte Anstieg linksextremistischer Gewalttaten gibt Anlass zu größter Sorge“, bewertet der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, die jüngste Entwicklung politisch motivierter Kriminalität in Deutschland.


Nach Vorabveröffentlichungen sei die Zahl linksmotivierter Gewalttaten im vergangenen Jahr gegenüber 2010 um rund 25 Prozent gestiegen. Dabei habe es über 40 Prozent mehr Verletzte gegeben.

Witthaut: „Unrecht der einen relativiert nicht das Unrecht der anderen. Es wäre fatal, wenn Politik und Gesellschaft unter dem Eindruck der rechtsextremistischen Mordserie das offenbar anwachsende linke Gewaltpotenzial nicht ernst nähmen.“

Witthaut wies den Vorwurf, die Behörden seien auf dem rechten Auge blind, mit Nachdruck zurück. „Die Stigmatisierung der Sicherheitsbehörden, insbesondere des Verfassungsschutzes, wie sie insbesondere von der Partei Die Linke betrieben werde, haben Züge einer Kampagne angenommen. Ich warne davor, auf der rechten Mordserie ein politisches Süppchen zu kochen. Wachsende Bereitschaft zur Gewalt an den Rändern des politischen Spektrums ist für jede Demokratie eine ernst zu nehmende Gefahr“, warnte Witthaut.
 
 
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