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GdP zu geplanter Reform der Flensburger Verkehrssünderkartei

Witthaut: Hoher polizeilicher Kontrolldruck sorgt für sichere Straßen

Berlin.

Als „anlasslosen politischen Arbeitsnachweis“ bezeichnete der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, die heute bekannt gewordenen Pläne Bundesverkehrsverkehrsministers Ramsauer, das Punktesystem für Verkehrssünder zu reformieren. „Witthaut: „Eine wirksame Verbesserung der Verkehrssicherheit wird nicht dadurch erreicht, dass ein funktionierendes und in der Bevölkerung akzeptiertes System auf den Kopf gestellt wird. Sicherere Straßen bekommt man vor allem durch eine konsequente Überwachung der dort geltenden Regeln. Das kann nur die Polizei, aber davon ist zu wenig da.“ Der GdP-Vorsitzende forderte den Bundesverkehrsminister auf, sich bei seinen Länderkollegen für eine spürbare personelle Stärkung der Verkehrspolizei einzusetzen.

Witthaut: „Sobald ein Streifenwagen auf der Straße präsent ist, erinnert sich jeder Autofahrer, Radler oder Fußgänger sofort sowohl an die Verkehrsregeln wie auch an die eigene Kinderstube. Wenn also der Kontrolldruck stimmt, klappt’s auch mit der Sicherheit.“

Es sei aber, so schränkte Witthaut ein, grundsätzlich nicht falsch, das 1958 nunmehr in die Tage gekommene Flensburger Verkehrszentralregister zu überprüfen. Dabei sollte auch den veränderten Bedingungen auf Deutschlands Straßen Rechnung getragen werden. Der GdP-Vorsitzende: „Schnellschüsse treffen das Ziel aber zumeist nicht in der Mitte.“
 
 
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Foto: Arno Bachert - pixelio.de