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GdP zur Rauschgiftlage 2011:

Witthaut: Massive Zunahme von Drogen-Erstkonsumenten schockiert

Berlin.

Die massive Zunahme von Erstkonsumenten harter Drogen sei ein schockierendes Alarmsignal, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, anlässlich der Vorstellung der Rauschgiftlage 2011. Man dürfe sich durch den erfreulichen Rückgang der Drogentoten um 20 Prozent im letzten Jahr nicht täuschen lassen. Vor allem der explosionsartige Anstieg der erstauffälligen Konsumenten der extrem zerstörerischen synthetischen Droge Crystal um rund 164 Prozent müsse ein Weckruf für diejenigen sein, die der Drogenfreigabe das Wort reden. Witthaut: „Rauschgiftkriminalität ist ein Kontrolldelikt. Die Polizei muss den Druck auf die Hintermänner des Drogengeschäfts hoch halten können. Der Druck setzt schon bei den Drogen-Konsumenten an. Eine wirksame Bekämpfung der organisierten Drogenkriminalität ist nur möglich, wenn die Polizei über ausreichende Ressourcen verfügt.“

Witthaut mahnte die Legalisierungsbefürworter sogenannter weicher Drogen, die intensiven Präventionsbestrebungen der Bundesregierung nicht zu unterlaufen. Der GdP-Vorsitzende: „Das Gerede über angeblich harmlose Drogen ist angesichts der polizeilichen Erkenntnislage unerträglich.“

Die GdP, so Witthaut, sehe sich indes in ihrer Einschätzung, Cannabis nicht zu verharmlosen, durch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, und den Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, bestätigt. „Der Cannabis-Wirkstoffgehalt, Tetrahydrocannabinol (THC) werde durch moderne Züchtungen stetig erhöht. Die Gefahr bleibender Hirnschäden vor allem bei jungen Konsumenten ist sehr hoch“, sagte der GdP-Vorsitzende.
 
 
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Foto: Manfred Schimmel - pixelio.de