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GdP zu überraschender Wende im Emdener Mordfall

Witthaut: Lynchjustiz-Aufruf muss hart bestraft werden

Emden/Berlin.

Nach der überraschenden Wende im Emdener Mordfall an der elfjährigen Lena sieht sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in ihrer deutlichen Kritik an den in sozialen Netzwerken verbreiteten Aufrufen zur Lynchjustiz bestätigt. Bernhard Witthaut, GdP-Bundesvorsitzender: „In einem solchen Mordfall, bei dem die ermittelnden Beamten unter enormen Zeitdruck und unter dem Brennglas von Medien und Bevölkerung arbeiten, hat die aufgebrachte Menschenmenge vor der Emdener Polizeidienststelle für eine zusätzliche, unnötige und nicht zu akzeptierende Störung gesorgt. Wer hinter den Lynchaufrufen steckt, muss die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen."

Witthaut weiter: "Es darf nicht toleriert werden, dass einige soziale Netzwerker glauben, in unserem Rechtsstaat Wild-West-Methoden wiederbeleben zu dürfen.“

Nach der gestrigen Ankündigung der Polizei, dass trotz der Festnahme eines Tatverdächtigen intensiv weiter ermittelt werde, fordert Witthaut die volle Rückendeckung von Medien und Öffentlichkeit für die weitere Arbeit der Mordkommission.