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Gewerkschaft der Polizei fordert 6,5 Prozent mehr:

Erste Verhandlungsrunde ohne Angebot der Arbeitgeber

Berlin.

Nach einem ersten Zusammentreffen in Berlin gingen am heutigen Donnerstag die Tarifparteien der Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder ohne ein Angebot der Arbeitgeber auseinander. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut: "Wir haben der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) deutlich zu verstehen gegeben, dass wir eine unterschiedliche Bezahlung gleicher Arbeit auf Bundes- und Landesebene nicht weiter hinnehmen. Nicht nur zwischen Bund und Ländern hat sich im öffentlichen Dienst die Einkommensschere geöffnet. Der Abstand zur privaten Wirtschaft ist noch größer geworfen. Die Beschäftigten der Polizei erwarten einen deutlichen Lohn- und Gehaltsanstieg von 6,5 Prozent."


Beratung vor dem ersten Treffen mit der Arbeitgeberseite: (v.l.) Kerstin Philipp, für Tarifpolitik zuständige stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende; GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut, GdP-Tarifsekretärin Alberdina Körner, Ilse Schaad, GEW-Bundesvorstand; Peter Jonas, GEW-Tarifsekretär; Ulf Rödde, GEW-Pressesprecher; Wolfgang Pieper (ver.di), und der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.


Kerstin Philipp, stellvertretende Bundesvorsitzende und für Tarifpolitik zuständiges Mitglied im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand: "Der Druck im Kessel steigt weiter. Wie stark, das werden wir mit Aktionen und Warnstreiks deutlich machen."


Erörtern die Lage nach dem ersten Treffen der Tarifrunde 2013: GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut; Frank Bsirske, ver.di-Bundesvorsitzender und Ilse Schaad, GEW-Bundesvorstand


In einer ersten Entgegnung auf die Gewerkschaftsforderungen sagte der Verhandlungsführer der TdL, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn: "Die Forderung überfordert uns. Egal, was ich jetzt vorgelegt hätte, wäre sowieso falsch gewesen. So kann es nicht kommen. Für uns hat der Schuldenabbau höchste Priorität. Wir werden uns in den nächsten Runden sicherlich annähern und dann schauen, was geht und was nicht geht."


GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut verfolgt die ersten Statements des Verhandlungsführers der Arbeitgeberseite, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn. Fotos (3): Rüdiger Holecek