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GdP: Internetkriminalität auf dem Vormarsch

Malchow: Datendiebe setzen auf unvorsichtige Nutzer

Berlin.

Angesichts eines erneuten massiven Datendiebstahls bei einem Telekommunikationsanbieter warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor einem leichtfertigen Umgang mit E-Mail-Anhängen und der Preisgabe von PIN-Nummern oder Passwörtern. GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow: "Die Datendiebe setzen auf unvorsichtige Nutzer. Haben sie Erfolg, kann der Schaden für das Opfer immens sein."

Zwar hatte der Internetbranchenverband Bitkom mit Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamts unlängst deutlich sinkende Fallzahlen beim sogenannten Phishing vermeldet, doch könne nach dem Millionen-Daten-Raubzug beim Telefon- und Internet-Anbieter Vodafone von Entwarnung keine Rede sein.

Malchow verwies auf wirksame polizeiliche Präventionsportale und Aufklärungskampagnen, die Internetnutzer im Umgang mit dem Netz in Sachen Schutz persönlicher Daten sensibilisiert hätten, doch ließen sich Cyber-Kriminelle stets neue Maschen einfallen. Dazu gehöre eben auch, in die Datenbanken großer Anbieter einzubrechen. Der normale Internet-User sehe sich, so Malchow, solcher Fischzüge ausgeliefert. Es sei indes Pflicht der Unternehmen, ihren Kunden größtmöglichen Schutz anzubieten.

Nach Presseberichten hatte ein Hacker sogenannte Stammdaten, darunter Name, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Bankleitzahl und Kontonummer, von zwei Millionen Vodafone-Kunden entwendet.
Foto: Cristine Lietz - pixelio.de