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GdP: Trotz Schalke-Streit Dialog mit dem Fußball fortsetzen

Berlin.

Der offene Streit über die Anwesenheit der Polizei in Fußballstadien darf nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nicht zum Abbruch des Dialogs über die Sicherheit rund um den Fußball führen. "Wir haben großes Verständnis für die massive Verärgerung unserer Kolleginnen und Kollegen aus Nordrhein-Westfalen, die für einen mit den Verantwortlichen von Schalke 04 abgestimmten Einsatz zu Unrecht kritisiert wurden. Unterdessen haben die weit über zehn Millionen Zuschauer allein in einer Bundesligasaison das Recht auf ein sicheres Fußballerlebnis und damit auch auf die Präsenz der Polizei", sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek.

Angesichts bestehender Sicherheitsgefahren müsse klar sein, dass die Sicherheit bei Fußballspielen nur mit einem vertrauensvollen Zusammenwirken von Polizei und Sicherheitskräften erreicht werden kann. Es sei unrealistisch, dass die Vereine aus dem Stand heraus genügend gut ausgebildetes Sicherheitspersonal stellen könnten, so GdP-Vize Radek. Für einen bundesweiten Rückzug der Polizei aus den Stadien gebe es daher keinen Anlass. Die GdP appelliert erneut an alle Verantwortlichen, weiterhin konstruktiv die Sicherheitslage rund um das Fußballgeschehen zu beraten und umzusetzen.

Dazu gehöre auch, so Radek, die Gespräche mit den Fans fortzusetzen. "Auch wenn es schwierig wird, darf der Gesprächsfaden mit den Fans nicht abreißen." In diesem Zusammenhang verwies der stellvertretende GdP-Chef auf das 10-Punkte-Programm der GdP für einen "friedlichen Fußball".


GdP-Chef Oliver Malchow im Interview mit dem Fußball-Sender "Sky". Foto: MiZi


Download: "10 Positionen der Gewerkschaft der Polizei für friedlichen Fußball "