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Ausschreitungen in Leipzig und Worms:

GdP befürchtet neue Spirale der Gewalt

Berlin.

Mit einer neuen Spirale der Gewalt bei Aufzügen rechts- und linksextremer Gruppen rechnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nach den Krawallen in Leipzig und Worms am vergangenen Sonntag.

GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: "Die rechte Szene tritt immer ungenierter auf und bringt immer mehr Anhänger auf die Straße. Die Bereitschaft, auf Gegendemonstrationen mit Gewalt zu reagieren, wächst. Die Polizei hat immer mehr Mühe, Links- und Rechtsextremisten voneinander zu trennen. In einem sind sich beide Seiten einig, nämlich dann, wenn es gegen die Polizei geht."

Die Ereignisse am vergangenen Wochenende, so der GdP-Vorsitzende, hätten einen Vorgeschmack auf kommende Auseinandersetzungen gegeben. Freiberg: "Wir sehen den angemeldeten Aufzügen am 8. Mai in Berlin mit Sorge entgegen und hoffen, in ausreichender Personalstärke präsent sein zu können."

Die GdP appelliert an die Bevölkerung, in möglichst großer Zahl an friedlichen Demonstrationen gegen rechte Aufzüge teilzunehmen, aber auch linksextreme Gewalttäter zu isolieren und sich polizeilichen Maßnahmen nicht entgegenzustellen.

Freiberg: "Die Aufgabe der Polizei ist es, von den Gerichten genehmigte, friedliche Demonstrationen zu schützen und Straftäter festzunehmen - egal auf welcher Seite sie sich befinden. Es darf keine neue Spirale der Gewalt geben."

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