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Umsichtiger Polizeieinsatz sorgt für ein friedliches Fest der Demokratie

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Berlin.

Dank eines umsichtigen Polizeieinsatzes, so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, ist es am Sonntag in Berlin gelungen, dass das Fest der Demokratie ohne störende Zwischenfälle durch Rechts- und Linksradikale verlaufen konnte.

Freiberg: "Mit ihrer klugen Taktik, Neonazis und linksextreme Gegendemonstranten voneinander fernzuhalten, haben meine rund 9000 eingesetzten Kolleginnen und Kollegen es bewirkt, dass die Gewalt am 60. Jahrestag des Kriegsendes keine Chance hatte."

Die Veranstaltungen zum 8. Mai in Berlin, so die Gewerkschaft der Polizei, mit ihren zehntausenden, friedlichen Demonstranten hätten der Welt vor Augen geführt, dass Deutschland ein reifer, gewachsener, demokratischer Rechtsstaat geworden ist, an dem auch die Polizei ihren Verdienst hat. Freiberg: "Es ist zwar erschreckend, dass rechtsextremistisches Gedankengut offenbar auch unter jungen Menschen wieder Verbreitung findet, jedoch wird es in diesem Land keine Chance haben."

Zur Pressemeldung als pdf-File

"Tausende gegen NPD-Demonstration"
Die Berliner Polizei zieht eine positive Bilanz des Einsatzes rund um das Fest der Demokratie. Polizeipräsident Dieter Glietsch spricht in einer Pressemeldung seiner Behörde von einem störungsfreien Verlauf der offiziellen Gedenkfeiern und des Festes der Demokratie.
Kleinere Störungen vermeldete die Polizei bei einer Gegendemonstration zur NPD-Veranstaltung. Mehrere hundert Teilnehmer hatten versucht, "zum Teil mit unfriedlichen Mitteln", zu den NPD-Demonstranten zu gelangen. Dabei seien 32 Personen festgenommen worden. Danach habe es nur noch vereinzelte Rangeleinen zwischen Gegendemonstranten und der Polizei gegeben.

3.300 Kundgebungsteilnehmer der NPD zählte die Polizei, von denen zehn Personen bei Vorkontrollen fest- oder in Gewahrsam genommen worden waren.
Im Laufe des Nachmittags hatten sich rund 5.500 Personen auf der geplanten Strecke des NPD-Aufmarsches vom Alexanderplatz über die Straße "Unter den Linden" zum S-Bahnhof Friedrichstraße versammelt und somit den Weg der NPD-Kundgebungsteilnehmer blockiert. Gegen 17.00 Uhr wurde die Veranstaltung durch den Anmelder beendet .

Zur Pressemeldung der Berliner Polizei

Der 7. und 8. Mai in Bildern
 
 Blickfang auf dem „Fest für Demokratie“ am Brandenburger Tor in Berlin: der GdP-Bus.
 
 
Schlangen vor der russischen Botschaft, diesmal in Berlin: Allerdings nicht von visabeantragenden Unternehmern nach Münteferings Kapitalismus-Kritik, sondern geladene Gäste einer Feierstunde zum 60. Jahrestages des Kriegsendes.
Hilfsbereit wie immer: GdP-Organisationssekretär Bernd Böwing beim Anbringen eines GdP-Luftballons an einer jungen Kollegin.Pause: Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und die stellvertretende DGB-Vorsitzende Dr. Ursula Engelen-Kefer und ruhen sich im DGB-Zelt von ihrem Rundgang aus.
 
Umlagert: Reißenden Absatz fanden die grünen GdP-Luftballons am GdP-Stand auf dem „Fest für Demokratie“. Bundesvorsitzender Konrad Freiberg hilft beim Verteilen aus.Vor der Blockade: Konrad Freiberg, die GdP-Sekretäre Bernd Böwing und Hans Adams, der stellv. Vorsitzende der GdP- Berlin und Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand, Detlef Rieffenstahl und Anja Hertel, Stellv. Vorsitzende des Innenausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus (v.l.).Polizeispitze vor Ort: Gesamteinsatzleiter Klaus Keese, Polizeipräsident Dieter Glietsch und Innensenator Dr. Erhart Körting sprechen über die Lage.
 
Gespräche vor Ort: GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg und GdP-Kollege Bernhard Schmidt von GdP-Gesamtpersonalrat Berlin mit dem Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder, Jürgen Schubert.Gewerkschaftsspitze vor Ort: GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg im Gespräch mit dem Berliner Polizeipräsidenten Dieter Glietsch.Verborgen: Nur wenige Berliner mussten die Fahnen der Rechtsextremisten sehen, die von der Polizei an ihrem Sammelpunktauf dem Alexanderplatz weiträumig „geschützt“ wurden.
 
Überblick: GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg auf der Besucherebene des Fernsehturms.Allzeit bereit: Eine Hundertschaft der Polizei in gebührendem Abstand aber parat, wenn die Rechten sich nicht an die Auflagen halten sollten.Verloren: Auf dem riesigen Areal des Berliner Alexanderplatzes machen selbst über 3000 Neonazis kaum Eindruck.
 
Interview: In zahlreichen Interviews an Rande des Aufmarsches betonte der GdP-Bundesvorsitzende den umsichtigen und klugen Polizeieinsatz in Berlin.Distanz: Gespannte Ruhe vor der Absage des NPD-Aufmarsches. Gut aufgehoben: Aufkommendes Missfallen in den Reihen der Neonazis nach der Absage ihres Demonstrationszuges legte sich rasch, dank der Überzeugungsarbeit der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen.