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GdP-Test:

"Harmlose" Softair-Waffen können ernsthafte Verletzungen zufügen

Berlin.

Die im Handel befindlichen und unter Jugendlichen sehr beliebten "Softair-Waffen" sehen nicht nur echten Schießprügeln zum Verwechseln ähnlich, sondern werden auch in ihrer Wirkung erheblich unterschätzt. Das ergab eine Testreihe der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: "Softair-Waffen sind keineswegs harmlos, obwohl sie rechtlich als Spielzeug gelten. Mit handelsüblichen Softair-Waffen, also mit einer Bewegungsenergie von maximal 0,5 Joule, lassen sich auf 5 m Distanz CD-Hüllen glatt durchschießen. Damit sind Verletzungen, wie Platzwunden wahrscheinlich, Verletzungen des Auges dürften sogar erheblicher ausfallen."

Auch Hinweise von Jugendlichen, dass die Wirkung der Spielzeugwaffen mit einfachen Mitteln erhöht werden könne, sollten ernst genommen werden.
Der GdP-Vorsitzende untermauerte mit diesem Ergebnis die Forderung der GdP, das Führen solcher Softair-Waffen, insbesondere als Nachbildungen von Maschinenwaffen, in der Öffentlichkeit zu verbieten.

In jüngerer Zeit falle zudem auf, dass immer mehr Kinder und Jugendliche mit diesen Waffen auf Personen schießen. Freiberg: "Wo ist das Tabu geblieben, dass man nicht auf Menschen schießt, egal mit was?" Das gesetzliche Verbot des Führens sei dringend geboten, um möglichst schnell eingreifen zu können, doch müsse bei der Erziehung genauso angesetzt werden.

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