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Unionspläne zur Fußballweltmeisterschaft:

GdP: Bundeswehreinsatz im Innern durch die Hintertür

Berlin.

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 darf nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) von der Union nicht als Vorwand missbraucht werden, einen Bundeswehreinsatz im Innern durch die Hintertür zu planen.

GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: "Seit langem gibt es Begehrlichkeiten in der Union, die durch den Personalabbau bei der Polizei entstehenden Lücken mit Bundeswehrsoldaten, vor allem mit Wehrpflichtigen, zu füllen. Wenn jetzt von Beckstein und Schäuble die Fußballweltmeisterschaft im nächsten Jahr als Grund angeführt wird, ist das scheinheilig. Die Bürger sollen sich nur an den Anblick von Soldaten auf öffentlichen Plätzen gewöhnen."

Seit Jahren bedränge die Gewerkschaft der Polizei die Landesregierungen, so Freiberg, den immensen Personalabbau bei der Polizei zu stoppen. Seit 1998 bis heute seien bereits 7.100 Stellen bei der Polizei gestrichen worden, weitere 7.000 Stellen sollen bis zum Jahr 2010 wegfallen. Freiberg: "Wenn jetzt gesagt wird, die Bundeswehr soll in konkreten Gefahrenlagen aushelfen, weil die Polizei quantitativ nicht in der Lage dazu ist, kommt einem die kalte Wut."

Dazu: "Breiter Widerstand gegen Becksteins sicherheitspolitisches Regierungsprogramm", Martin Lutz in die "Die Welt", 13. September 2005

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