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Freiberg: WM-Einsatz ausländischer Polizeibeamter ist ein voller Erfolg

Schweizer Polizisten beobachten die GdP-WM-Betreuungsmaßnahmen: Jörg Radek (Mitte), zuständig für das GdP-Betreuungskonzept, mit Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei am Kölner Hauptbahnhof.
Berlin.

„Der WM-Einsatz ausländischer Polizeibeamter zur Unterstützung der deutschen Einsatzkräfte ist ein voller Erfolg. Nicht zuletzt aufgrund der engagierten Arbeit unserer ausländischer Kollegen hat die WM bisher einen weitgehend friedlichen Verlauf genommen“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nach dem Abschluss der WM-Achtelfinal-Spiele.

Die ausländischen Fans zeigten sich erfreut, wenn ihnen Beamte in gewohnter Uniform und Landessprache gegenüberträten, sie begrüßten und als Ansprechpartner fungierten. Zudem gäben die ausländischen Polizisten den deutschen Kräften vor Ort wertvolle Hinweise auf bekannte Problemfans und für deutsche Beamte schwer zu erkennende Straftaten. So hatten polnische Verbindungsbeamte ihre deutschen Kollegen darauf aufmerksam gemacht, dass in einer polnischen Fangruppe das Horst-Wessel-Lied in polnischer Sprache gesungen wurde, worauf die deutschen Kräfte einige Fans aus der Gruppe isolieren konnten und in Gewahrsam nahmen. Aus den Reihen der Einsatzkräfte, so Konrad Freiberg, habe er ein durchweg positives Echo auf die Arbeit der ausländischen Kollegen erhalten.

Der bislang meist störungsfreie Verlauf der WM, so der GdP-Vorsitzende, sei auch ein Verdienst der hervorragenden Aufklärungslage in den Spielorten. Die von der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) zusammengestellten Erkenntnisse über gewaltbereite Fußball-Anhänger seien für die Lageeinschätzung und -bewältigung vor Ort unverzichtbar. Das direkte Umsetzen der Erkenntnisse habe zum konsequenten und erfolgreichen Einschreiten der Polizeikräfte bei bisherigen Störungen in Dortmund, Köln und Stuttgart geführt.

Vor dem am Freitag beginnenden Viertelfinale sind von ursprünglich 500 ausländischen Polizisten noch 85 Einsatzkräfte dabei, 74 uniformierte Beamte sowie 11 Verbindungsbeamte in der ZIS.

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