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Anschlagsgefahr:

Aufmerksamkeit der Bevölkerung durch gezielte Aufklärung schärfen

GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg
Berlin.

Mit konkreteren Informationen sollen die Behörden nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Wachsamkeit der Bevölkerung zur Verhinderung von Terroranschlägen wecken. Gleichzeitig müsse die Präsenz der Polizei in der Öffentlichkeit erhöht werden.

GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: „Mit abstrakten Einschätzungen zur Sicherheitslage kann niemand etwas anfangen. Die Sicherheitsbehörde müssen sich bemühen, mit gezielteren Hinweisen den Blick der Menschen für verdächtige Veränderungen im Wohn- und Lebensumfeld zu schärfen.“ London habe gezeigt, so Freiberg, dass auch ein noch so perfekt funktionierendes Sicherheitssystem auf Beobachtungen aus der Bevölkerung angewiesen sei.

Angesichts der wachsenden Terrorgefahr sei es unverantwortlich, so der Gewerkschaftsvorsitzende, dass in Deutschland die Polizei immer mehr reduziert werde. Freiberg: „Ausgerechnet diejenigen, die besonders dafür geschult sind, Augen und Ohren offen zu halten, werden durch Personalkürzungen aus der Öffentlichkeit verbannt. Stattdessen werden Gesetzesänderungen und neue Techniken diskutiert. Wir leiden in Deutschland aber nicht in erster Linie an einem Mangel an Gesetzen oder Techniken, sondern an Menschen, die damit arbeiten.“

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Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble warnt in einem Interview mit dem Deutschlandradio Kultur vor Terrorgefahr in ganz Europa: "Man sollte sich nicht zu sehr beruhigen." Lesen Sie bitte hier das Interview.