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GdP trauert um in Afghanistan ermordete Polizeibeamte

Berlin.

Mit großer Bestürzung und tiefer Betroffenheit hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) von dem gewaltsamen Tod dreier Polizeibeamter erfahren, die bei einem gezielten Anschlag auf ein unter deutscher Flagge fahrendes Fahrzeug am Rande der afghanischen Hauptstadt Kabul getötet wurden. Ein weiterer Kollege wurde bei dem Anschlag verletzt. Die Kollegen waren mit Sicherungsaufgaben in der deutschen Botschaft Kabul betraut. Konrad Freiberg: „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen unserer ermordeten Kollegen. Dem verletzten Kollegen wünschen wir eine baldige Genesung.“

Der GdP-Vorsitzende warnte vor weiteren brutalen Übergriffen auf deutsche Polizeibeamte im Aus- aber auch im Inland. Freiberg: „Deutsche Polizisten sind ins Visier der Taliban und anderer islamistischer Terrororganisationen geraten. Mit diesen brutalen Überfällen, bei denen Menschenleben keine Rolle spielen, wollen die Taliban hier bei uns eine politische Drucksituation schaffen, die zu einer Beendigung des deutschen Engagements in Afghanistan führen soll.“

Freiberg forderte die Bundesregierung auf, den politischen Stellenwert der deutschen Polizei-Missionen im Ausland zu erhöhen und sicherheitspolitisch neu zu bewerten. Freiberg: „Deutsche Polizistinnen und Polizisten werden immer häufiger in Krisen geschüttelte Länder geschickt. Das Risiko für die dort eingesetzten Beamtinnen und Beamten steigt enorm. Die Vorbereitung der Arbeit von Polizei-Experten in diesen Gebieten muss jetzt der gestiegenen Gefährdungslage angepasst, Lage-Analysen neu erstellt sowie Fragen der Ausstattung und Ausbildung dementsprechend geklärt werden. Nur so könne, so Freiberg, den Kolleginnen und Kollegen ein höchstmöglicher Schutz zu teil werden.

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