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Bei OK internationalen Informationsaustausch verbessern

Freiberg: Politik muss Stellenwert der Bekämpfung von organisierter Kriminalität erhöhen

Berlin.

Die umfangreichen Aktivitäten der organisierten Kriminalität seien zu sehr aus dem Blickpunkt der politischen Öffentlichkeit geraten, kritisierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) wenige Tage nach den Aufsehen erregenden Mordtaten von Duisburg. Er forderte die politisch Verantwortlichen auf, der OK-Bekämpfung einen höheren Stellenwert einzuräumen und mehr Personal zur Verfügung zu stellen.

Freiberg: „Es ist ja bei OK-Ermittlungen nicht so, dass wie bei einer Kneipenschlägerei die Polizei eine Anzeige entgegen nimmt und die Tat schnell bearbeiten kann. Ermittlungen in den schwer zugänglichen Gruppierungen der OK mit ihren schwer zu überblickenden Strukturen und undurchsichtigen Geflechten sind personal- und zeitintensiv.“ Hier seien verstärkt Strukturermittlungen erforderlich, dazu fehle aber das Personal.

Der GdP-Vorsitzende: Ich betone erneut, dass der Polizei seit dem Jahr 2000 10.000 Stellen im Polizeivollzug und 7.000 Angestelltenstellen gestrichen wurden. Allein daran wird schon klar, dass immer weniger Ermittler bei der OK-Bekämpfung eingesetzt werden können.“ Man dürfe sich, so Freiberg, nicht wundern, wenn diese Form der Schwerstkriminalität anwachse und Deutschland offenbar ein für organisierte Gangster attraktives Land sei.

Der GdP-Vorsitzende forderte zudem einen verbesserten Informationsaustausch auf internationaler Ebene. Auch die OK-Kriminellen machten sich die Globalisierung zu nutze und spannten ihr schmutziges Geschäftsnetz über die gesamte Welt. Nur eine detailreiche und zeitnahe Information der bei den Ermittlungen beteiligten Polizeien könne eine effektivere Bekämpfung der OK ermöglichen.

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