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Respektlosigkeit und Gewalt nehmen zu

Polizei ist kein Freiwild

Berlin.

Mehr Achtung und Respekt vor dem Gesetz und ihren staatlichen Vertretern hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gefordert. Polizeibeamte, so die GdP, würden oft als Freiwild angesehen – auf der Straße ebenso, wie im Gerichtssaal. Auf einer Sitzung des Bundesvorstandes seiner Organisation am Dienstag, 18. November 2008, in Berlin forderte GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg höhere Strafen für Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Angriffe auf Polizeibeamtinnen und -beamte.

Die Zahl der Widerstände habe, so Freiberg, seit 2000 um über 25 Prozent auf 26.782 in der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik registrierte Taten zugenommen.

Freiberg: „Viele Kolleginnen und Kollegen machen zudem vor Gericht die Erfahrung, dass es sich meist nicht lohnt, Beleidigungen oder Widerstandshandlungen, die sie im Dienst erleben, überhaupt anzuzeigen.“ Das Ausmaß, dass die Werte- und Normenerosion in der Gesellschaft mittlerweile annehme, so der GdP-Vorsitzende, sei enorm und umfasse alle Schichten der Bevölkerung.

Freiberg: „Wenn dagegen nichts unternommen wird, kann diese Entwicklung für unsere Gesellschaftsordnung, unsere Demokratie und für jeden Einzelnen sich als größere Gefahr erweisen, als der Terrorismus.“

Freiberg forderte die Innenminister auf, die kriminologische Forschung über Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte wieder aufzunehmen und nicht auf im Dienst getötete Beamte zu beschränken.

Freiberg: „Die letzte Studie datiert aus dem Jahr 2000. Sie muss fortgeschrieben werden. Die Innenpolitiker sollten sich nicht dem Verdacht ausliefern, ihnen sei dieses Thema unangenehm.“
 
 
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