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GdP zum Start der Tarifverhandlungen 2009:

„Einkommenserhöhungen sind das wirksamste Konjunkturprogramm“

Berlin.

„Für die wirksamsten Konjunkturprogramme in der Geschichte des Landes haben immer noch die Gewerkschaften in Verhandlungen mit den Arbeitgebern gesorgt. Gute Tarifergebnisse sind nachhaltiger für Wirtschaft, Wohlstand und sozialen Frieden, als hektische Reparatur mit der Gießkanne. Deshalb fordern wir für die rund 700 000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst und die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamte 8 Prozent Einkommenserhöhung“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, zum Auftakt der am Montag beginnenden Tarifrunde 2009.

Die restriktive Lohnpolitik der vergangenen Jahre, so Freiberg, habe dazu geführt, dass die deutsche Wirtschaft abhängig von der Kaufkraft des Auslandes geworden sei. Freiberg: „Das bezahlen wir jetzt mit einem hohen Preis. Die anstehende Tarifrunde soll einen Beitrag leisten, die Binnennachfrage wieder zu stabilisieren.“

Mit Spannung erwartet der Gewerkschaftsvorsitzende die Haltung der Regierungsvertreter als Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes. Freiberg: „Wir sind bestrebt, schnell zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen. Für die Politik wird es sicher befriedigender sein, die gute Leistung von Arbeitnehmern zu honorieren, als für die Unfähigkeit und das kriminelle Handeln derer einstehen zu müssen, die für die Finanzkrise verantwortlich sind.“
 
 
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