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GdP-Bayern trauert:

Todesfalle Autobahn

Spendenkonto für verunglückte Kollegen

München. In den letzten acht Monaten sind in Bayern vier Polizeibeamte auf Bundesautobahnen unverschuldet ums Leben gekommen. Die Zahl dieser Unfälle, von denen Gott sei Dank nicht alle so tragisch enden wie der letzte Unfall am Wochenende auf der A 3 bei Aschaffenburg, häuft sich erschreckend.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern fordert hier endlich wirkungsvolle Maßnahmen. Es mangelt an geeigneter Schutzausrüstung, die Polizeiautos müssen bei den Warneinrichtungen dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Festzustellen ist, dass auch der Querschnitt der „Sparautobahnen“ die Unfallhäufigkeit fördert. Die Betonleitplanken machen Autos zu Geschossen, da diese die Aufprallenergie nicht absorbieren.

Bereits bei einer Pressekonferenz am 20. April dieses Jahres hatte Landesvorsitzender Harald Schneider auf Mängel hingewiesen und auf die Gefahrenquelle Autobahn in einem Brief an Innenminister Beckstein auf-merksam gemacht.

Ob der jetzige Unfall auf der Autobahn A 3, bei dem zwei Polizeibeamte ihr Leben lassen mussten zu verhindern gewesen wäre, bleibt noch zu klären. „Jede Gefährdung von Kollegen auf der Autobahn muss vermieden werden,“ so Landesvorsitzender Harald Schneider.

Die beiden Polizeibeamten aus Aschaffenburg hatten vermutlich versucht, im Baustellenbereich Warnbaken wieder aufzustellen, die von einem Fahrzeug umgefahren worden waren. Dabei wurden sie von einem LKW über-rollt. Der eine der beiden getöteten Polizeibeamten hinterlässt eine Frau und zwei minderjährige Kinder.

Für die Hinterbliebenen der tödlich verunglückten Kollegen hat die GdP-Bayern ein Spendenkonto eingerichtet: