Zum Inhalt wechseln

Gemeinsame Aktion von GdP-NRW, DGB und GEW:

Kein Frühling für Hitler

"Für Toleranz - Gegen Gewalt"

 

 Düsseldorf. „Kein Frühling für Hitler“ heißt eine von der Gewerkschaft der Polizei (GdP NRW) initiierte Plakat-Aktion. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und dem DGB-Landesbezirk wirbt die GdP damit „Für Toleranz – Gegen Gewalt“. „Wir setzen damit zugleich ein Stoppsignal gegen den Versuch von Rechtsextremisten, am 1. Mai in Dortmund ihre verfassungsfeindlichen, antidemokratischen und fremdenfeindlichen Thesen zu verbreiten“, sagt Frank Richter, Landesvorsitzender der GdP.

Das Plakatmotiv des Mülheimer Künstlers Klaus Schiemann zeigt einen aus der Kiste springenden Hitler mit dem Textzusatz „gib den Rechten keine Chance“. Der 1955 geborene Schiemann studierte an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und setzte sich schon früh künstlerisch mit dem Thema Rassismus und Ausländerfeindlichkeit auseinander. Damit beschäftigt sich auch sein 1993 entstandener erster Bildband „Was ist nur los in Feuerland“, mit politischen Fabeln für Kinder. Der
 
Landesjugendring NRW verlieh ihm 2002 den „Goldenen Hammer zur Überwindung von Gewalt und Rassismus“.

Die gemeinsame Plakat-Aktion versteht die GdP als einen Mosaikstein der ständigen Aufgabe, sich mit dem antidemokratischen Weltbild Ewiggestriger gesellschaftspolitisch auseinander zu setzen. Der Ruf nach einem Verbot zum Beispiel der NPD könne diese Auseinandersetzung und die damit verbundene Aufklärung nicht ersetzen, betont Richter. Ein Verbot beseitige nicht die braunen Thesen aus den Köpfen von Verwirrten. Wichtig sei es, dass in den Schulen, in den Familien und im Kreis von Kollegen diskutiert werde über den Fremdenhass und die Rattenfängermethoden von Rechtsradikalen, „die so tun, als ob sie sich der Probleme der kleinen Leute annehmen“.

Ausdrücklich hat sich die GdP dem Aufruf zur Gedenk- und Protestveranstaltung am 1. Mai in Dortmund angeschlossen. Dort heißt es: „Am Tag der Arbeit darf nicht vergessen werden, dass es die ideologischen Ziehväter der heutigen Neonazis waren, die zwischen 1933 und 1945 auch die gewählten Vertreter von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Hass und Verfolgung überzogen haben.“ Frank Richter unterstreicht für die GdP den Aufruf des Dortmunder Oberbürgermeisters, des DGB Östliches Ruhrgebiet und des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus zu Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit, Toleranz und Solidarität. Das sei das richtige Signal gegen die Rechtsradikalen.

Neben der Gedenk- und Protestveranstaltung am 1. Mai in Dortmund sei es wichtig und notwendig, auch im Alltag Farbe zu bekennen, fordert Frank Richter. Das unterstütze die Gemeinschaftsaktion „Kein Frühling für Hitler – Für Toleranz, gegen Gewalt“. Die Gewerkschaft der Polizei bleibe ihrer Linie treu. Zur Glaubwürdigkeit gehöre nämlich, dass die GdP auch die Verstrickung der Polizei mit dem Nationalsozialismus, wissenschaftlich begleitet, aufgearbeitet habe. Die Plakate wird der GdP-Landesbezirk an alle Kreisgeschäftsstellen und Kreispolizeibehörden verteilen. „Wir rufen alle Kolleginnen und Kollegen dazu auf, sich aktiv gegen Rechtsradikalismus einzusetzen“, sagt Frank Richter.

Zur Homepage der GdP-NRW.