4. Landesfrauenkonferenz der GdP Bayern
Christiane Kern als Landesfrauenvorsitzende einstimmig wiedergewählt
Am 6. und 7. November 2009 fand im katholischen Haus St. Ulrich in Augsburg die 4. Landesfrauenkonferenz in Bayern statt. Im Mittelpunkt des Kongresses standen zweifellos die Neuwahlen des Frauenvorstandes. Die bisherige Landesfrauenvorsitzende, Christiane Kern aus München, trat wieder für den Vorsitz an und wurde eindrucksvoll, ohne Gegenstimmen, für eine weitere Legislaturperiode wiedergewählt. Ingrid Weinmaier, die bisherige Stellvertreterin, gab vor der Konferenz ihren Rückzug bekannt und trat nicht wieder für dieses Amt zur Verfügung. Im Rahmen der Konferenz wurde die Kollegin Weinmaier für die Arbeit der vergangenen Jahre geehrt, standing ovations des Auditoriums machten ihr den Rückzug ein wenig leichter.
Als ihre Nachfolgerin wurde Angelika Moosburger, Oberbayern Nord, auserkoren. Sie wurde einstimmig vom Plenum gewählt und wird Christiane Kern in den nächsten Jahren nach Kräften unterstützen. Die Posten von Evelyne Klüglein als Schriftführerin und Maria Plötz als Frauenfinanzvorstand bleiben unverändert, beide wurden in ihrem Amt bestätigt.
Das Haus St. Ulrich bot den ca. 70 Gästen einen mehr als angenehmen Rahmen und eine hervorragende Arbeitsatmosphäre. Nach Begrüßungsworten der Frauenvorsitzenden und des stv. Landesvorsitzenden Peter Schall brach ein wahrer Grußwortreigen über die Delegierten herein. Walter Böhm, Ordnungsreferent der Stadt Augsburg, Klaus Waltrich, Polizeipräsident von Schwaben Nord, Hubertus Andrä, Leiter der Polizeiabteilung im Bayer. StMI, die MdL Renate Dodell, CSU, Christine Kamm, Grüne und Hubert Aiwanger, Freie Wähler, die stv. DGB-Vorsitzende Heide Langguth und zu guter letzt die GdP-Bundesfrauenvorsitzende Sandra Temmen machten in ihren Reden auf unterschiedliche Art und Weise deutlich, welch wichtige Stellung die Frau in Gesellschaft und Polizei heute einnimmt. Alle Redner zogen dasselbe Fazit: die Frauen sind auch in der Polizei in der Mitte der Gesellschaft angekommen und tragen, zwar noch eher selten, auch Führungsverantwortung. Als tragende Beispiele hierfür wurden allen voran Dr. Claudia Roth, Personalverantwortliche der Polizei im Bayer. StMI, und Liliane Matthes, die erst vor kurzem als erste Polizeipräsidentin überhaupt beim PP Unterfranken ins Amt gehoben wurde, genannt.
Nach den Grußworten führten Elke Gündner-Ede vom GdP-Bundesvorstand und Maria Plötz die Anwesenden auch in die Grundzüge frauenpolitischer Arbeit ein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Arbeit der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes wurden in den Referaten der zwei Kolleginnen gesondert vorgestellt.
In ihrer Rede machte die alte und neue Frauenvorsitzende Kern darauf aufmerksam, dass der Anteil der weiblichen Polizeibeamten nach wie vor nur bei ca. 15 % läge und monierte, dass die Aspekte Vereinbarkeit Familie/Beruf, Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie die Stärkung des Bildes der Frau im Polizeidienst nach wie vor einer Überholung bedürfen. Doch der neu gewählte Frauenvorstand wird diese Themen in den nächsten Jahren sicherlich mit Erfolg aufgreifen und einer Verbesserung zuführen. Zuletzt versuchte Kern ihre Kolleginnen zu mehr Engagement in der Gewerkschaftsarbeit zu motivieren.
Abgerundet wurde die 4. Landesfrauenkonferenz am Abend des ersten Tages mit der bayerischen Frauengesangsgruppe „Zwoaraloa“. Diese stellten ihre humorvoll vorgetragene Sicht der Frauenwelt den begeisterten Kolleginnen vor und heizten auch den wenigen verbliebenen männlichen Kollegen mit ihren Texten mächtig ein.