21. Oktober 2008

Feuerwehr will gezielt Türken anwerben und das Niveau ihrer Einstellungsbedingungen senken + Personalnot der Feuerwehr wird sich aufgrund sinkender Schulabgängerzahlen weiter verschärfen + Der Senat hat unsere Warnungen bewusst überhört

Klaus Krzizanowski, zuständig im Geschäftsführenden Landesbezirksvorstand der GdP für die Berliner Feuerwehr, „bezeichnete es deshalb als einen gefährlichen Schnellschuss und ‚typisch’ für Politiker, jetzt die Einstellungs- und Ausbildungsbedingungen für Migranten abzusenken. Damit würde das Problem nicht gelöst, der Qualitätsverlust hätte negative Auswirkungen auf den Notfallrettungs- und Einsatzdienst.“

„Eine Teilausbildung als Erleichterung der Zulassungsvoraussetzungen reicht für den Feuerwehreinsatzdienst nicht aus“, so der Gewerkschafter weiter. „Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung als Einstellungsvoraussetzung war zum einen sichergestellt, dass Feuerwehrbeamte Berufserfahrung mitbringen und damit den Nachweis, sich über einen längeren Zeitraum in ein Sozialgefüge einbinden zu lassen. Zum anderen sind berufserfahrene Bewerber, wie zum Beispiel Schlosser, Zimmerleute, Mechaniker für die Bewältigung der Einsätze der Feuerwehr unabdingbar erforderlich.“

Darüber hinaus kritisiert Krzizanowski, „dass einige wenige in der Berliner Feuerwehr aufgrund politischer Vorgaben die Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes von Bewerbern außer Kraft setzen sollen. Es ist rechtsstaatlich zwingend erforderlich, Bewerber für die Berliner Feuerwehr auf der Grundlage des Leistungsprinzips gleich zu behandeln.“

Er forderte, „Feuerwehrbeamte in Berlin besser zu bezahlen. Damit könnte die Personalnot ohne Qualitätsverluste im Notfallrettungs- und Einsatzdienst sehr schnell beendet werden. Der Beruf des Feuerwehrbeamten ist im mittleren Dienst an den Anforderungen gemessen deutlich unterbewertet.“
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