14. Dezember 2011

Fachgruppe Stadtamt

Liebesentzug bei Ungehorsam

Die kommissarische Amtsleiterin hat es nach kurzer Zeit geschafft, die Atmosphäre im Stadtamt total zu vergiften.

Ungehorsame Kolleginnen und Kollegen sollen zum Gehen bewogen werden, um Widerstände zu brechen. Sie sind am Ende ihrer Kraft, viele sind krank und man muss kein Prophet sein, um voraussagen zu können, dies wird sich auch in Zukunft nicht bessern, sondern eher verschlechtern.

So wurden zwei fähige Abteilungsleiterinnen, die immer an sachlichen, machbaren und nicht überzogenen Lösungen interessiert waren, so lange madig gemacht, bis sie sich beurlauben oder in eine andere Dienststelle versetzen ließen.

Eine weitere - sehr fähige - Führungskraft steht ebenfalls auf dem Absprung, weil er sich aus sach- und fachlich begründeter Sicht einer Umsetzung nicht beugen wollte. Auch bei Beförderungen geht es nach dem Nasenfaktor und nicht nach Eignung, Leistung und Befähigung. Die Leistungen der Kolleginnen und Kollegen sind überdurchschnittlich und anerkennenswert, die der kommissarischen Amtsleiterin und ihrer Berater ungenügend und erschreckend schwach.

Dienstvereinbarungen, die zwischen dem Senat und dem Gesamtpersonalrat abgeschlossen worden sind, werden nur in der Form genutzt, dass Arbeitsgruppen zusammenkommen und wieder auseinandergehen, ohne dass ein konkreter Arbeitsauftrag erteilt oder ein Arbeitsziel erreicht wird. Das nennt man Arbeitszeitverschwendung und Pseudo-Mitarbeiterbeteiligung. Bedenken und Anregungen der Belegschaft werden übergangen, es herrscht abgesehen von der fehlenden Fachlichkeit der Leitung nur Ignoranz und Beratungsressistenz – Eiszeit in alle Richtungen.

Bezüglich einer Neuorganisation des Stadtamtes wird immer der politische Wille vorgeschoben, ohne sich inhaltlich zu fragen, welche Umorganisationen machen Sinn. Fragen werden entweder gar nicht – oder lapidar mit „weiß nicht“ oder „politisch so gewollt“ beantwortet. Ohne in irgendeiner Form selber Fachkenntnisse nachgewiesen zu haben, wird somit die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen abgewertet, indem man sich unschlüssig zeigt, wo diese Aufgaben angegliedert werden sollen mit dem Hinweis darauf, dass auch Sachbearbeiter/-innen anderer Abteilungen diese Arbeiten – wohl so nebenbei – miterledigen könnten.

Der Personalrat und die Kolleginnen und Kollegen sind die Letzten, die nicht an einer sinnvollen Verbesserung der Organisation interessiert sind.

Wie man gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein so schwieriges Amt erfolgreich führen will, ist rätselhaft.


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