Stalking

Der Begriff „Stalking“ wurde in den 1990er Jahren in den USA zur Bezeichnung eines komplexen menschlichen Verhaltensmusters gewählt.

Wörtlich übersetzt bedeutet „Stalking“ (to stalk) „auf die Pirsch gehen“ – gemeint ist keine idyllische Jagdszene, sondern „Stalking“ bezeichnet ein für die betroffenen Opfer unter Umständen sogar lebensbedrohliche menschliche Verhaltensmuster.

Folgende klinisch-wissenschaftlichen Definitionsversuche wurden zusammen getragen*:

(Zona et al. 1993)
„Stalking“ ist ein obsessives Verhalten oder unnormal lange Muster von Bedrohung oder Belästigung, das gegen ein bestimmtes Individuum gerichtet ist.

(Meloy und Gotthard 1995)
„Stalking“ wird als ein beabsichtigtes, böswilliges und wiederholtes Verfolgen und Belästigen einer anderen Person bezeichnet. Man spricht von dem obsessiven Verfolgen (psychiatrischer Aspekt des Phänomens).

(Pathé und Mullen 1997)
„Stalking“ ist ein Verhaltensmuster, das darin besteht, dass der Stalker ein Opfer wiederholt mit unerwünschten Kontaktaufnahmen belästigt (Schwerpunkt verhaltens- beschreibende Weise).

(*Herausgearbeitet von Frau Kunisch, Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Stalking“ im Landesrat für Kriminalprävention MV)

Sonstige Hinweise/Empfehlungen:
- 3 Artikel in der „Deutschen Polizei“ 3/2008
- diverses Material in www.extrapol.de (über LAPIS verfügbar)
- Buch „Stalking – Ein Leitfaden für die Ausbildung in allen Praxisbereichen – Umgang mit dem Phänomen – Grundlagen“ (von Stephan Rusch, Riebank-Rusch-Verlag Bremen, 1. Auflage 2007)
- Buch „Stalking – Leitfaden für die polizeiliche Praxis“ (von Isabel Wondrak, Verlag Deutsche Polizeiliteratur GmbH Hilde, 1. Auflage 2008)
- Deutsche Stalking-Opferhilfe (DSOH) e.V im Internet
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