Die Universitätsmedizin Göttingen hat in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Arbeitsmedizin Freiburg eine Studie zur Belastungs- und Beanspruchungssituation bei PVB erstellt. Die Ergebnisse der Studie werden begrüßt, untermauern sie doch die Annahmen der GdP.
Wo aber liegen die Lösungen?
Die EU-Arbeitszeitrichtlinien bieten einen ersten Ansatz, Arbeitszeiten so zu gestalten, dass die körperlichen Folgen geringer gehalten werden. Jedoch sind die persönlichen Wünsche der Kolleginnen und Kollegen oftmals die größten Hindernisse bei der Umsetzung neuer Ideen in dieser Richtung. Bei konsequenter Umsetzung z.B. in einem Fünf-Schichten-Modell müsste der Personalansatz in den ESD auch deutlich wachsen.
Vor allem aber sollte neben einer schnellen, flächendeckenden Umsetzung eines Gesundheitsmanagements auch wieder über die Möglichkeit von regelmäßigen Vorsorgekuren nachgedacht werden. Es muss doch jedem einleuchten, lieber vorher wenig Geld in die Vorsorge zu stecken, als teure Behandlungen zahlen zu müssen, wenn Krankheiten akut sind. Um noch mal Dr. med. Paulus zu zitieren: „Wer Gas gibt, muss auch Energie tanken. Wer weniger arbeitet, hat wieder Zeit kreativ zu sein und persönliche Beziehungen zu pflegen. Zeit nehmen ist das Entscheidende, nicht Zeit zu haben.“
Darüber hinaus erneuert der FA S die GdP-Forderung nach besserer Bezahlung. Die Erhöhung des DUZ-Zuschlages auf fünf Euro wird den besonderen Belastungen des Wechselschichtdienstes annähernd gerecht. Die Politik muss auf die Belastungen und deren Folgen reagieren. Schlechterstellungen haben wir in der Vergangenheit genügend gehabt. Es ist jetzt an der Zeit, das Rad wieder in die andere Richtung zu drehen.