Die Innenministerkonferenz (IMK) hatte in der 190. Sitzung am 28.05.2010 den ersten Zwischenbericht und ein 7-Thesen-Papier1 sowie in der 191. Sitzung am 19.11.2010 (TOP 22 und 23)2 den zweiten Zwischenbericht „Ausgewählte Befunde zu den Tätern der Gewalt“ als Fortsetzung zur Kenntnis genommen. Hier waren bereits differenzierte Ergebnisse zur Längsschnittentwicklung der schweren Gewalt gegen Polizeibeamte enthalten, also solcher Fälle, bei denen die betroffenen Beamten anschließend mindestens sieben Tage dienstunfähig waren.
Der Direktor des KFN, Prof. Dr. Christian Pfeiffer, war am 06.04.2011, zusammen mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern Dipl.-Psych. Karoline Ellrich und Dirk Baier zu Gast bei der GdP. An dem sehr konstruktiven Gespräch nahmen seitens der GdP der Landesvorsitzende Dietmar Schilff und der DP-Landesredakteur Uwe Robra teil.
Die Forscher informierten über den aktuellen Zwischenstand der Studie sowie über den geplanten Fortgang des von der GdP im qualitativen Teil finanziell mit unterstützten Forschungsprojektes „Gewalt gegen Polizei“.
Derzeit wird an dem dritten Zwischenbericht gearbeitet, der voraussichtlich Ende Mai fertiggestellt sein wird und der 192. IMK in der Sitzung am 22.06.2011 präsentiert werden soll.
Zusatzstudie Niedersachsen im Herbst 2011 geplant
Zusätzlich laufen derzeit detaillierte Vorarbeiten für eine ergänzende zweite Befragung von Beamten aus dem ESD des Landes Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Nds. Innenministerium. Diese Befragung soll im Herbst starten und jeweils max. 30 min Ausfüllzeit in Anspruch nehmen. Prof. Pfeiffer: „Hintergrund ist die Erkenntnis, dass die ESD-Kollegen/-innen am häufigsten aggressiven Verhaltensweisen von bestimmten Bürgern ausgesetzt sind.“
Vor dem Start der Befragung solle für den strategischen Abstimmungsprozess ein Beirat installiert werden. Dietmar Schilff machte deutlich, dass es bei der Planung des Projektes dringend zu empfehlen sei, auch die Erfahrungen des Polizeihauptpersonalrates einzubeziehen.
Über weitere Aspekte der Befragung fügte sich ein fachlicher Austausch in dem etwa zweistündigen Gespräch an.
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