Das Kind ist mit der Schule fertig und sollte nun in das Berufsleben eintreten. Soweit die Theorie. Die Sorgen nehmen aber mitunter panische Ausmaße an, wenn im Juli und August noch immer keine Stelle oder Ausbildungsperspektive in Sicht ist. Was tun?
Die Wirtschaft „boomt“ seit Monaten, Aufträge mehren sich, Gewinne steigen, der Arbeitsmarkt beginnt sich offenbar zu entspannen – wenn man den Stand von „nur“ 3,6 statt 4,5 Mio. Arbeitslose so nennen will. Aber die Zahl der Stellen für Auszubildende scheint nicht zu reichen. Wir geben ein paar Hinweise, wo Informationen und Stellenbörsen vielleicht doch noch zum 1. September eine Ausbildungsstelle hergeben:
Das Naheliegende ist nicht zu vernachlässigen: Die Arbeitsagentur bietet umfassende Informationen zu über 6.300 Berufen im Berufenet unter www.berufenet.arbeitsagentur.de/berufe und auch eine Stellenbörse (http://jobboerse.arbeitsagentur.de ) speziell für Lehrstellenangebote der JOBBÖRSE (http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vam/redirectExtern?Aufruf=zeigeSucheAS )
Alt bekannt sind auch die lokalen und überörtlichen Tageszeitungen, wie z. B. www.haz.de . Eine Linkliste aller Zeitungen gibt es bei www.zeitung.de . Auch diese Quellen sind nicht abschließend!
Handwerkskammern (www.hwk-hannover.de ) bieten unter www.hwk-hannover.de/webview23/view?onr=23&pnr=211&mnr=169 eine Lehrstellenbörse mit Abfrageoptionen nach Beruf oder Ort. Außerdem gibt es zahlreiche Informationen zu Informationsveranstaltungen, Bewerbungstipps und mehr.
Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen bieten eine Lehrstellenbörse unter www.dihk.de/inhalt/ihk/lehrstellenboerse/nieder.html an
Stellenbörsen-Portale der freien Wirtschaft halten neben allgemeinen Informationen zur Berufsorientierung zusätzlich die Suchkriterien für die Stellensuche bereit. Beispiel Stepstone (www.stepstone.de): Das besondere ist hier die Möglichkeit, einen Softwareagenten mit eigenen Suchkriterien zu beauftragen, um jeden passenden Neuzugang durch eMail zu melden.
Weitere Portale, die einfache Suche, bundesweite oder regionale Auswahl, übersichtliche Trefferlisten und aussagekräftige Anforderungsprofile bieten, sind beispielhaft:
Metasuchen, Spezialsuchen, Suchmaschinen:
Manche Jobbörsen durchsuchen auf Wunsch andere Datenbanken nach individuellen Suchkriterien und informieren per E-Mail über neue Stellenangebote.Beispiele sind:
Andere haben sich auf bestimmte Branchen oder die Karriereplanung spezialisiert. Z. B.:
Der WDR hat eine Übersicht mit den gängigsten Jobbörsen unter www.wdr.de/themen/wirtschaft/jobs_und_mehr/jobboersen zusammengestellt.
Studien- und Berufswahl bedeutet auch, die richtigen Weichenstellungen zu finden. Welcher Beruf passt zu mir, welche Tätigkeit ist zukunftsorientiert, welche Verdienstmöglichkeiten und Aufstiegschancen gibt es, Welche Studien kommen in Frage? Hilfen geben hier:
BAFöG gegen Finanzierungslöcher:
Zum Thema Ausbildungsförderung (Bundesausbildungsförderungsgesetz, BAFöG) sind offizielle Informationen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf den „BAFöG -Seiten“ zu finden unter http://www.bmbf.de/de/892.php und www.das-neue-bafoeg.de Dort kann man:
- Überblick über das Ausbildungsförderungsgesetz erhalten
- Regelungen, Beispiele und Gesetzestexte nachschlagen
- nötige Informationen und Antragsformulare downloaden
- zuständige Ämter und Studentenwerke für Ausbildungsförderung ermitteln.
- die BAföG-Ausbildungsstättenverzeichnisse der einzelnen Bundesländer unter dem Menüpunkt: Antragstellung einsehen.
- den BAföG-Rechner online nutzen, um unverbindlich den individuellen Förderanspruch zu ermitteln.
Studium:
Informationen zu Studienreformen, speziell zum "Bologna-Prozess" und seine Auswirkungen für Studierende, durch den die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Vergleichbarkeit der europäischen Hochschulen und Fachhochschulen erreicht werden soll, erhält man ebenfalls beim BMBF unter www.bmbf.de/de/3336.php .
Uwe Robra
Verantw. Redakteur
des LandesJournals Niedersachsen
DEUTSCHE POLIZEI
Weitere Links zur Ausbildungs- und Lehrstellensituation:
Jugend braucht Ausbildung,
Jahr für Jahr suchen tausende Jugendliche einen Ausbildungsplatz, schreiben Bewerbung über Bewerbung – und finden nichts.
Mehr als 150.000 Ausbildungsplätze fehlen in Deutschland. Und der Bedarf wird weiter steigen.
Seit Jahren kommen die Arbeitgeber ihrer Ausbildungsverantwortung nicht nach: Dreiviertel aller Betriebe bilden nicht aus.
Aber ohne eine Ausbildung gibt es für Jugendliche keine Zukunft!
Jugend braucht Perspektive!
Berufschancen hängen immer stärker von einer guten Ausbildung ab. Ohne sie läuft heute nichts mehr.
Daher sollte jeder Mensch ein Grundrecht auf eine gute Ausbildung haben – und einen Lohn, von dem man leben kann.
Die Arbeitgeber müssen endlich ihrer Ausbildungspflicht nachkommen.
Perspektive wird nicht erbettelt,
An der bestehenden Ausbildungskatastrophe hat auch der Ausbildungspakt von Regierung und Arbeitgebern nichts geändert.
Seit Jahren verspricht die Wirtschaft, freiwillig für genügend Ausbildungsplätze zu sorgen. Die Lage hat sich aber kein Stück gebessert!
Es reicht: Wir haben es satt, auf eine Verbesserung dieser unerträglichen Situation zu warten.
Perspektive wird erkämpft!
Deshalb machen wir uns stark: für ein auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen. Und für die Ausbildungsplatzumlage.
Arbeitgeber, die ausbilden könnten, aber nicht wollen, sollen zahlen – für die Finanzierung von Ausbildungsplätzen.
Dafür setzt sich die Initiative der DGB-Gewerkschaften „Ausbildung für alle!“ ein.
Mit vielfältigen Aktionen erhöhen wir den Druck – in den Betrieben, auf den Straßen und vor den Landtagen.
Bild- und Text-Quelle sowie Kontakt:
Hermann Nehls
DGB-Bundesvorstand, Bereich Bildung, Qualifizierung und Forschung
hermann.nehls@dgb.de
www.dgb.de
René Rudolf
DGB-Bundesjugendsekretär
rene.rudolf@dgb.de
www.dgb-jugend.de
„Deine Rechte in Betrieb und Berufsschule“
DGB-Broschüre zum Ausbildungsstart am 1. September
Wertvolle Tipps für einen gelungenen Start in die berufliche Ausbildung bietet der niedersächsische DGB jungen Leuten mit seiner Broschüre „Deine Rechte in Betrieb und Berufsschule“. Rechtzeitig zum Start des neuen Ausbildungsjahres 2007/08 wurde die Broschüre neu aufgelegt. Neben Informationen zum Ausbildungsvertrag, zur Arbeitszeit oder zur Berufsschule enthält die Broschüre auch Auskünfte zur Mitbestimmung im Betrieb sowie ein umfangreiches Ausbildungslexikon, in dem alle wichtigen Begriffe erklärt werden. Sie bietet Wissenswertes zu den Rechten von Auszubildenden in Betrieb und Berufsschule und klärt auch darüber auf, wie man sich gegen mangelhafte Ausbildungsverhältnisse zur Wehr setzen kann.
Die rund 60-seitige Broschüre ist kostenlos bei der DGB - Jugend Niedersachsen/Bremen erhältlich. Ansprechpartnerin: Ute Kamradek, Otto-Brenner-Straße 7, 30159 Hannover, 0511-12601-61, ute.kamradek@dgb.de.
Letztes Update: 15.09.2007
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