KG WSP-Nord: Jubilar Erich Schmidt feierte 60 Jahre Mitgliedschaft Fotos: KG WSP-Nord
Spiewack gab im Kreise der anwesenden Pensionäre einen kleinen Abriss über die zurückliegenden Gewerkschaftsjahre und ging auf die durch den Innenminister Schünemann veranlasste Organisationsveränderung innerhalb der WSP Niedersachsen ein. Herbe Kritik übte er an den zur Zeit bekannten Veränderungsvorgaben, die alle WSP-Dienststellen im Lande sowie die Kolleginnen und Kollegen betreffen. Die vollkommen sachfremde Entscheidung über die Personalreduzierung um ca. 50% sowie Auflösung und Integration vieler WSP-Dienststellen bedeutet den ersten Schritt zum vollkommenen „Aus“ der WSP in Niedersachsen. Sollte der Minister bei dieser Entscheidung bleiben, wird der Bürger in absehbarer Zeit auf keine kompetente Hilfe im maritimen Bereich mehr zurückgreifen können. Eine Präsenz ist nicht mehr gewährleistet und wird offensichtlich nicht gewollt. Fehlende, präventive Überwachungen werden vermutlich zur Erhöhung von Umweltdelikten sowie schifffahrtspolizeilichen Verstößen und Unfällen führen. Teure, ausgebildete und seemännisch geschulte Spezialisten werden dem allgemeinen polizeilichen Alltag zugeführt und deren Perspektiven beraubt.
Motivation, Ideale, maritime Verbundenheit zur schifffahrtstreibenden Bevölkerung der Kolleginnen und Kollegen sowie die Aufrechterhaltung der Sicherheit im Schiffsverkehr auf schiffbaren Gewässern werden durch diese ministerielle Vorgabe zerstört.
Spiewack fordert die Politik auf, sich vor endgültigen Entscheidungen sachkundig zu machen um diese Vorgaben noch einmal zu überdenken.
Red./RS