Personalpolitik für die sächsische Polizei muss aktiv auf eine ausgewogene Alterstruktur hinwirken
sowie die Arbeits- und Leistungsfähigkeit flächendeckend sicherstellen. Personal wird zur
Verwirklichung des Stellenabbauplans der Staatsregierung weiter abgebaut, insbesondere indem
Altersabgänge nicht neu besetzt werden. Die demographische Entwicklung wird zu einer weiteren
Erhöhung des Altersdurchschnitts in den nächsten Jahren führen. Vor dem Hintergrund der
psychischen und körperlichen Belastungen, die mit Polizeieinsätzen und Schichtdienst verbunden
sind, ist ein Altersdurchschnitt von 45 Jahren und mehr problematisch. Diese Entwicklung
ist allein mit dem im Haushaltsplan 2009/2010 vorgesehenen Einstellungskorridor nicht mehr zu
stoppen. Die Personalentwicklung muss vor dem Hintergrund der prognostizierten Alterung der
Gesellschaft, des sich verändernden Aufgabenspektrums und des drohenden Fach- und Führungskräftemangels
aktiv gesteuert werden. Ausgangsbasis ist eine systematische Bedarfsplanung
und Personalbemessung auf Grundlage einer Aufgabenkritik. Diese Aufgabe muss dringend
und umfänglich geleistet werden. Ein funktionierendes Personalkonzept erfordert darüber
hinaus,
- Bemessung der Personalstellen aufgabenorientiert
- Bemessung des Einstellungskorridors anhand Arbeitszeitvolumen und Alterstrukturanalyse in Verbindung mit einer Zukunftsprognose
- Konzepte zur Personalgewinnung und –entwicklung (Qualität der Aus- und Fortbildung, Modernisierung Dienstrecht, Antidiskriminierungskonzepte, Geschlechtergerechtigkeit ,Förderung von Frauen)
- systematische Qualifizierung in jeder Altersgruppe, Überprüfung der Angebote auf tatsächliche Umsetzung des Fortbildungsbedarfs
- Überprüfung Personaleinsatz auf Effektivität und orientiert an objektiver Sicherheitslage
- Flächendeckende Erreichbarkeit und Einsatzfähigkeit.