So lange wir noch im Berufsleben standen, so lange wir uns danach zu den jungen Alten zählen durften, haben wir eventuelle Veränderungen in unserem Leben hinnehmen können, weil wir immer noch die Kraft hatten, alles selbst entsprechend zu beeinflussen. Mit zunehmendem Alter machen wir aber die Erfahrung, dass letztlich nichts so bleiben wird, wie es ist; soll heißen, dass für den einen früher, für den anderen später der Zeitpunkt kommt, in dem er sich auf seinen letzten Lebensabschnitt einrichten muss. Wenn wir merken, dass der Abbau voranschreitet, ist es oft schon höchste Zeit, eine Selbstbestimmung für die letzten Lebensjahre vorzunehmen. Wer sein Leben im Kreis von Familienangehörigen beenden kann und darf, muss sich glücklich schätzen. Meist treten die Männer einige Jahre früher als ihre Frauen ab, was dazu führt, dass viele unserer Frauen alleine bleiben und gegebenenfalls im höheren Alter nicht mehr selbst bestimmen können, wo sie den Rest des Lebensabends verbringen werden. Das kann den Männern ebenso passieren, wenn ihre Frauen sich vorher verabschieden.
Der von uns gewünschte, nicht erahnte, plötzliche Tod in einem Zeitraum, da sich noch keine Veränderungen ergeben haben, muss als Zufall gesehen werden. Das Erreichen der ersten Pflegestufe mag dann zu einer guten Fügung führen, wenn man in seinen eigenen vier Wänden bleiben kann und von einer Angehörigen/ einem Angehörigen ordentlich versorgt wird und die eingetretenen Behinderungen im Rahmen bleiben. Sobald man aber pflegerisch untergebracht werden muss, bestimmen in vielen Fällen die Kinder - sprich Angehörige -, wo man letztlich hinkommen wird.
Fazit: Es muss also rechtzeitig vorgesorgt werden. Will man sich schlau machen, wo man den letzten Lebensabschnitt mit seiner Lebenspartnerin/ seinem Lebenspartner oder gegebenenfalls alleine verbringen möchte, hängt das davon ab, wie mein Gesundheitszustand ist, brauche ich ein städtisches Gefilde oder sehne ich mich nach dem Haus in der freien Natur? Wie sind die Preise? Was suche ich an Komfort und Qualität? Baujahr des Pflege- und/ oder des Seniorenhauses? Wer ist Träger der Einrichtung? Wie wird das Haus geführt, was weiß man über das Personal?
Für alle diese Fragen gibt es im Internet Antworten. Was man wissen möchte, kann man suchen und ausdrucken. Für uns Saarländer finde ich alles, was ich brauche unter http://www.pflegeheime-saar.de.
Die Saarländische Pflegegesellschaft e.V. und das Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales verfolgen das Ziel, Betroffenen und interessierter Öffentlichkeit größtmögliche Transparenz über die Qualität sowie Leistungsangebot der stationären Altenhilfeeinrichtungen bei uns zu verschaffen. Auf der entsprechenden Internetseite kann jedes Pflegeheim einen freiwilligen Qualitätsbericht in Kurzfassung, aber auch in ausführlichem Rahmen veröffentlichen. Da die freiwillige Darstellung (FQB) sich oft nach der Wortgewaltigkeit des Verfassers richtet, wird denjenigen Einrichtungen, die nachweislich die Qualitätskriterien erfüllen und die vom Ministerium als maßgeblich für die Lebensqualität in Senioren- und Pflegeheimen angesehen werden, ein Pflegequalitätssiegel verliehen. Prüfungen werden nach und nach bei allen Pflegeeinrichtungen durchgeführt und im unregelmäßigen Abstand wiederholt.
Auch hier findet man diese Liste: http://www.saarlaendische-pflegegesellschaft.de/dienste-und-einrichtungen.html
Die saarländischen Pflegestützpunkte beraten individuell: http://www.psp-saar.net/index.php?section=home
Wir finden bei unserer GdP alles was wir brauchen. Wer diesbezüglich neue Erkenntnisse sammelt, die für uns alle von Wichtigkeit sein könnten, kann uns das gern mitteilen unter: gdp-saarland@gdp-online.de; wir werden das dann einarbeiten unter: http://www.gdp.de/gdp/gdpsl.nsf/id/DE_Seniorengruppe.
Noch ein Hinweis: Die Preise für die Unterbringungen erfährt man z.B. beim AOK-Pflegenavigator: http://www.aok-pflegeheimnavigator.de.
Für den Landesseniorenvorstand
Hans Ferber, Seniorenvertreter Kreisgruppe Saarbrücken-Stadt