01.06.2026
Finger weg von den Pensionen:
GdP warnt vor Angriff auf Polizei
Die aktuellen Vorstöße zur Einbeziehung neuer Beamtinnen und Beamter in die gesetzliche Rentenversicherung, wie sie in der Rheinischen Post aufgegriffen werden, sind aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) völlig inakzeptabel und ein massiver Angriff auf die Verlässlichkeit staatlicher Zusagen.
„Die GdP hat bereits deutlich davor gewarnt: Wer die Pensionen für Polizeibeamtinnen und -beamte infrage stellt, gefährdet die Funktionsfähigkeit unseres Sicherheitsstaates. Statt die Attraktivität des Polizeiberufs zu stärken, werden Vertrauen und Perspektiven zerstört – in einer Zeit, in der wir dringend mehr Nachwuchs und Sicherheit im Polizeidienst brauchen“, unterstrich der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke am Dienstag gegenüber den Medien.
Kopelke: „Polizeidienst ist kein normaler Beruf. Er ist geprägt von besonderen Risiken, hoher körperlicher und psychischer Belastung sowie einem Einsatz rund um die Uhr – oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Diese Realität ignoriert, wer leichtfertig am bestehenden Versorgungssystem rüttelt.“
„Wir erwarten von der Politik, dass sie diese gefährlichen Debatten sofort beendet und sich klar zur besonderen Stellung von Polizei und Sicherheitsbehörden bekennt. Wer Sicherheit will, muss auch diejenigen absichern, die sie täglich gewährleisten“, verdeutlichte der GdP-Bundesvorsitzende.
Die Bundesregierung sei sehr gut beraten, die Renten in Deutschland zu stärken und zugleich die Pensionen von Vollzugsbeamtinnen und -beamten zu erhalten, führte Kopelke fort. „Die Menschen in den Sicherheitsbehörden treten zu jeder Tages- und Nachtzeit für die Sicherheit aller Menschen in der Bundesrepublik ein. Diese Menschen verdienen angemessene Pensionen und angepasst kürzere Lebensarbeitszeiten.“ Egal, ob verbeamtet oder angestellt, die Polizistinnen und Polizisten müssten abschlagsfrei in die Altersversorgung gehen können und zudem früher, forderte der Gewerkschafter.
„Egal, ob verbeamtet oder angestellt: Polizistinnen und Polizisten müssten abschlagsfrei in die Altersversorgung gehen können, und zudem früher.“GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke
