23.08.2026
Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel: GdP fordert, dass Stadionallianzen konsequent umgesetzt werden
Zahlreiche Einsatzkräfte wurden bei dem DFB-Pokalspiel zwischem dem SV Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern verletzt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und musste erheblich in das Geschehen eingreifen.
Die schweren Ausschreitungen rund um das DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern am Freitag haben aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Baden-Württemberg erneut gezeigt, wie wichtig funktionierende Sicherheitskonzepte und eine enge Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Fans, Sicherheitsbehörden und Politik sind.
Beim Derby kam es unter anderem zu einem massivem Pyrotechnikeinsatz, einem Platzsturm und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Zahlreiche Einsatzkräfte wurden verletzt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und musste erheblich in das Geschehen eingreifen.
Ulf Dieter, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Baden-Württemberg, war selbst vor Ort und machte sich ein unmittelbares Bild von der Lage und den Belastungen für die eingesetzten Polizeikräfte. Die Ereignisse verdeutlichen aus Sicht der GdP-Baden-Württemberg, dass die Sicherheit bei Hochrisikospielen nicht allein Aufgabe der Polizei sein kann. "Gerade deshalb kommt den Stadionallianzen eine besondere Bedeutung zu", sagt Ulf Dieter. "Vereine, Fanprojekte, Kommunen, Sicherheitsbehörden und Verbände müssen gemeinsam dafür sorgen, dass Sicherheitskonzepte nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern tatsächlich greifen."
„Rivalität und Emotionen gehören zum Fußball. Gewalt gegen Einsatzkräfte, Rettungsdiensteund Fußballfans hat im Stadion und rund um den Fußball jedoch keinen Platz.“Ulf Dieter, Stelvretretender Landesvorsitzender der GdP BW
"Die Verantwortlichen müssen die Ereignisse konsequent aufarbeiten. Straftaten müssen verfolgt und individuell sanktioniert werden", sagt er weiter. Gleichzeitig dürfe die große Mehrheit der friedlichen Fußballfans nicht unter Generalverdacht gestellt werden.
Auch die Politik ist aus Sicht der GdP gefordert: Die Einsatzkräfte benötigen ausreichende personelle und materielle Ressourcen sowie klare rechtliche Rahmenbedingungen. Gleichzeitig müssen Vereine stärker in die Verantwortung genommen werden, wenn Sicherheitskonzepte nicht ausreichend greifen. Ulf Dieter betont: „Rivalität und Emotionen gehören zum Fußball. Gewalt gegen Einsatzkräfte, Rettungsdienste oder andere Menschen hat im Stadion und rund um den Fußball jedoch keinen Platz.“
Das Derby muss deshalb Anlass für eine ehrliche und gemeinsame Aufarbeitung sein. Gerne steht die GdP-Baden-Württemberg als kompetenter Ansprechpartner zu Verfügung. Stadionallianzen können einen wichtigen Beitrag leisten – vorausgesetzt, alle Beteiligten übernehmen Verantwortung und ziehen aus solchen Ereignissen konkrete Konsequenzen. Rivalität gehört zum Fußball. Gewalt gehört nicht dazu.
